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Lokales Dirigent Haenchen ist Stufenpate
Dresden Lokales Dirigent Haenchen ist Stufenpate
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17:16 10.01.2017
Hartmut Haenchen und seine Frau Inge im Treppenhaus D der Dresdner Kreuzkirche.


Treppenhaus B kommt in diesem Jahr dran, wie Pfarrer Holger Milkau sagt. Es ist das rechts neben dem Haupteingang. Laufe alles wie gewünscht, könnten die Handwerker bis Jahresende damit fertig sein. Erst dann, wahrscheinlich 2018, folgt D, das zwei Teile hat. Abgeschlossen ist die Renovierung am Aufgang F, links vom Hauptportal.

Für alle drei Treppenhäuser zusammen sind Baukosten von rund 1,2 Millionen Euro veranschlagt. Für B wird mit bis zu 400 000 Euro gerechnet. Neben Geld, das Land und Landeskirche zur Verfügung stellen, würden weiter Spenden gebraucht, so Pfarrer Milkau. „Aber die Dresdner Bürger haben die dringend nötige Renovierung der Treppenhäuser inzwischen als Aufgabe erkannt.“

F und B sind schlicht und nüchtern. Im Treppenhaus D dagegen sind viele der einstigen Jugendstilelemente erhalten geblieben. Hartmut Haenchen kennt den Aufgang bestens aus seiner Zeit als Kruzianer unter Rudolf Mauersberger. „Ich bin die Stufen oft hoch und wieder runter gegangen“, erinnert er sich. „Nun bin ich froh, dass es hier Schritt für Schritt weitergeht. Das Anliegen, dabei zu helfen, ist für mich ein ganz natürliches.“ Mit 14 Jahren hatte er sich in der Kreuzkirche taufen lassen.

2002 hatte Haenchen nach seiner Rückkehr aus Amsterdam in der Kreuzkirche Mahlers 8. Sinfonie, die „Sinfonie der Tausend“ dirigiert. Ein Teil des Verkaufspreises jeder CD mit der Aufnahme dieses Benefizkonzertes zugunsten von Flutopfern kommt der Kreuzkirche zugute.

Seit September 2016 ist Haenchen, der mit seiner Frau in Dresden-Oberloschwitz wohnt, häufig unterwegs: Im Januar der Anfang eines Bruckner-Zyklus in Belgien, im Februar Beethoven in Frankfurt am Main, im März dirigiert er in der Oper Lyon Richard Strauss’ „Elektra“ und Richard Wagners „Tristan und Isolde“.

Bei der Sanierung der Treppenhäuser der Kreuzkirche können Spender seit etwa zwei Jahren Patenschaften über eine Stufe (500 Euro), kleine Podeste (2500 Euro) oder große (5000 Euro) übernehmen, wie Ulrich Schmidt vom Förderverein erläutert. Der Geldgeber kann dort seinen Namen verewigen lassen, aber auch anonym bleiben. „Ganz wichtig allerdings sind auch die vielen, vielen Kleinspenden“, betont Schmidt. „Das beginnt bei zehn Euro und reicht bis zu 250 Euro. Ende des Jahres haben wir enorm viele bekommen.“ In die Programmhefte zu größeren Gottesdiensten oder Vespern legt der Förderverein dazu Überweisungsvordrucke.

Von Tomas Gärtner

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