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Lokales Digitaler Navigator für das Uniklinikum Dresden
Dresden Lokales Digitaler Navigator für das Uniklinikum Dresden
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16:56 24.08.2016
Christian Wächter(l.), Leonore Rimpel und Hannes Tröpgen vom Marie-Curie-Gymnasium haben eine Navigations-App für das Gelände des Uniklinikums entwickelt. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Ein Gewirr von Häusern auf einer Fläche von etwa 50 Fußballfeldern: Kein Wunder, dass die Orientierung auf dem Gelände des Dresdner Uniklinikums mitunter schwerfällt. 100 Gebäude – in 60 davon werden Patienten behandelt – reihen sich auf dem 35 Hektar großen Areal aneinander. Dass sich das Labyrinth entwirrt, dafür haben jetzt Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums gesorgt. Gemeinsam mit dem Uniklinikum und der Technischen Universität Dresden haben sie eine App entwickelt, die Patienten und Besucher mit dem Smartphone ohne Umwege zum gewünschten Ziel bringt.

Rund zwei Jahre haben sich die Gymnasiasten im Rahmen ihrer AG „Galileo“ dafür ins Zeug gelegt. Erfahrungen mit dem Sammeln von Daten hatten sie aber bereits. In einem Vorgängerprojekt entwickelten sie einen elektronischen Stadtführer für Rollstuhlfahrer. Jetzt war das Uniklinikum an der Reihe, erneut auch aus der Sicht in ihrer Mobilität Eingeschränkter. „Wir haben uns aufgeteilt, jede einzelne Klinik besucht und beispielsweise gefragt: Ist der Eingang barrierefrei? Wie gestaltet sich der Weg dorthin“, erzählt Justus Woldt. Die Schüler sahen sich um, testeten die Möglichkeiten eines Rollstuhlfahrers und dokumentierten alles.

Entstanden ist schließlich ein online sowie auf Mobilgeräten verfügbarer Lageplan als Orientierungshilfe. Der Carus-Navigator bietet eine kompakte Übersicht über alle Notaufnahmen, Kliniken, Zentren sowie Besucher- und Serviceeinrichtungen. Mit einem Klick erfährt der Nutzer, in welchem Haus sich sein Ziel befindet, ein weiterer Klick ermöglicht den Besuch der entsprechenden Internetseite oder die Auflistung aller Kliniken, die sich im gleichen Gebäude befinden. Wie bei einem Routenplaner kann man sich den Weg im Vorfeld am Computer exakt anzeigen lassen, vor Ort navigiert die App dann zielgerichtet zum Wunschort.

„Es ist ein neuer, moderner Weg, den Leuten zu helfen“, beschreibt Christian Wächter seine Motivation für das ehrenamtliche Engagement. Und ein weiterer Vorteil habe sich für den 18-Jährigen ergeben: „Ich möchte Medizin studieren und konnte mich auf diese Weise bereits im Vorfeld auch mit bisher unbekannten Fachbereichen auseinandersetzen.“ Auch bei Hannes Tröpgen hat die Mitarbeit an der „Galileo“-AG Folgen. Er wird in Kürze ein Informatikstudium beginnen.

Trotz seiner Kenntnisse: Ganz allein zeichnen die Marie-Curie-Gymnasiasten nicht für den Carus-Navigator verantwortlich. Bei den technischen Details und der Programmierung griffen den Schülern IT-Experten der TU-Fakultät Bauingenieurwesen unter die Arme. Geringschätzen möchte Wilfried Winzer, Kaufmännischer Vorstand des Uniklinikums, die Leistung der Jugendlichen aber ganz und gar nicht: „Ich bin begeistert über das Engagement der Schülerinnen und Schüler. Es ist ihnen nicht nur gelungen, den Service für unsere Patienten und Besucher weiter zu verbessern, sondern sie haben etwas geschaffen, das in der deutschen Krankenhauslandschaft seinesgleichen sucht.“

Den Navigator finden Interessierte im Internet unter www.uniklinikum-dresden.de/lageplan. Die App für Android-Geräte kann im Playstore unter „UKD-Navigator“ kostenlos heruntergeladen werden. Nutzer von Apple-Geräten müssen sich allerdings noch ein wenig gedulden. Die Version für diese Geräte soll aber in Kürze unter dem gleichen Namen im Apple Store erscheinen.

Von Christin Grödel

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