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Lokales Differenzen in der CDU in Dresden beim Umgang mit TU-Versuchsschule
Dresden Lokales Differenzen in der CDU in Dresden beim Umgang mit TU-Versuchsschule
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15:27 17.08.2017
Quelle: dpa
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Dresden

Die signalisierte Zustimmung der CDU-Fraktion im Stadtrat für die Versuchsschule der TU wird in der Partei mit Überraschung verfolgt. „Ich wundere mich schon“, erklärte der Bundestagsabgeordnete Andreas Lämmel am Donnerstag gegenüber DNN. Nach seiner Auffassung habe im Kreisvorstand der Partei am Montag ein eindeutiges Meinungsbild geherrscht. „Es hieß klar: keine städtische Trägerschaft, weil unklar ist, worauf man sich da einlässt“, schilderte Lämmel seinen Eindruck. Am Mittwoch hatte jedoch CDU-Fraktionschef Jan Donhauser erklärt, seine Fraktion werde heute im Stadtrat der Trägerschaft der Stadt zustimmen (DNN berichteten). Es sei nicht nur Angelegenheit freier Träger, neue Formen des Unterrichts zu erproben.

Die Universitätsschule soll nach den Vorstellungen an der TU Dresden im kommenden Jahr im Herbst starten. Die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit will die Schule in Johannstadt im Gebäude der 101. Oberschule ansiedeln. Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) hatte sich bislang stets skeptisch zur Gründung im kommenden Schuljahr geäußert. Aus seiner Sicht sind noch zu viele Fragen offen. Notenvergabe, durchgehende 10-jährige Schulstruktur, Lehrerverträge, Rollenverständnis der TU und deren Änderungswünsche im Laufe des Versuchs – Vorjohann hat eine lange Liste von Aspekten, zu denen sich der Freistaat zunächst als oberste Schulaufsicht positionieren müsste. Einen „konkreten Schulversuch, zu dem inhaltlich und strukturell Einvernehmen besteht, sollten wir unterstützen. Den Laboransatz mit flexibler Versuchsanordnung müssen wir ablehnen“, hatte Vorjohann an Oberbürgermeister Dirk Hilbert intern geschrieben.

So sei das Thema am Montag auch im Kreisvorstand der Partei diskutiert worden, erklärte Lämmel. Eine Stiftung oder ein Freier Träger seien für die Versuchsschule denkbar, die dann auch die übliche Unterstützung der Stadt erhalten sollte. Eine Trägerschaft der Kommune sei aber abzulehnen, da unter anderem Finanzierungsfragen völlig offen seien.

Donhauser räumte am Donnerstag auf Anfrage ein, dass es im Kreisvorstand viele kritische Stimmen gegeben habe. Einen Beschluss habe das Gremium aber nicht gefällt. Zudem sei die Fraktion in ihrer Entscheidung ohnehin frei und so hätten sich die Stadträte mehrheitlich für die kommunale Trägerschaft ausgesprochen.

Von Ingolf Pleil

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