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Lokales "Dieses Vorgehen ist nicht im Sinne einer offenen Kultur": Dresdner Straßenmusiker kritisieren Neuregulierung der Stadt
Dresden Lokales "Dieses Vorgehen ist nicht im Sinne einer offenen Kultur": Dresdner Straßenmusiker kritisieren Neuregulierung der Stadt
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17:32 09.09.2015
Quelle: Dietrich Flechtner
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Die beiden Vertreter der Vereinigung Georg Gräßler und Jan Kossick nehmen in einem Brief an die Bürgermeister Ralf Lunau und Jörn Marx Stellung.

„Nach nun mehr als drei Monaten intensiver Kommunikationsversuche der Künstlerszene mit der Stadtverwaltung kam es im Prozess der Neuregulierung der Straßenkunst in der Dresdner Innenstadt zu einem Runden Tisch, der seitens der Straßenkünstler als Misserfolg gewertet wird“, so die Artists of Dresden. Der Runde Tisch zeige einmal mehr die mangelnde Bereitschaft der Stadtverwaltung, die Neuregulierung in Kooperation mit den Betroffenen zu gestalten, so der Brief.

Die Vertreter der Straßenmusiker Gräßler und Kossick kritisieren, die Stadtverwaltung nehme die Ansprechpartner aus der Szene der Straßenkünstler weder ernst und noch binde sie sie genug ein. Das Künstlernetzwerk empörte sich, dass bei der geplanten Anpassung der Regelung, die Musiker lediglich die Möglichkeit hätten, zusätzliche Standorte für Straßenkunst vorzuschlagen. „Ein solches Vorgehen ist nicht im Sinne einer offenen Kultur und Kunst wie sie Dresden zusteht“, so Kossick und Gräßler.

Die Initiative betonte, dass sie eine einfache "Überarbeitung" der bestehenden Regulierung ablehnt und fordert eine Berücksichtigung eines eigenen Regulierungsvorschlages. In dieser Novellierung berücksichtige man die von der Stadt in den Vordergrund gerückte Kontrollierbarkeit, beziehe sich aber ausschließlich auf "Straßenmusik", so wie es die Sondernutzungssatzung der Stadt Dresden fordert, so der offene Brief.

Anfang November hatten sich Mitglieder des neu gegründeten Runden Tisches Straßenmusik zu einem vorbereitenden Fachgespräch getroffen. Musiker, Straßenkünstler, Anwohner, Gewerbetreibende, zwei Stadträte und zuständige Mitarbeiter der Stadtverwaltung saßen am Runden Tisch.Inhaltlich sollten die Mitglieder einen Interessenausgleich aushandeln. Laut Stadt sollten bestenfalls die Bedürfnisse der Straßenkünstler- und Musiker als auch jene von Anwohnern und Gewerbetreibenden berücksichtigt werden. Ziel war es, konkrete Erfahrungen und Interessen von Betroffenen auszutauschen.

„Der Runde Tisch soll ein offene Diskussion aller Teilnehmer ermöglichen“, sagte Karl Schuricht, Sprecher der Stadt Dresden. Insgesamt war ein einziges Treffen des Rundes Tisches angestrebt, bevor die Verwaltung die künftige Regelung planen will.Kritik gab es damals seitens der Grünen-Fraktion, die die Zusammensetzung für unausgewogen hielt. Demnach sei ein Pianist, der laut der Fraktionsvorsitzenden Christiane Filius-Jehne den Runden Tisch mit forciert hatte, nicht eingeladen worden. Die Zusammensetzung sei jedoch nach größtmöglicher Authentizität aller beteiligten Seiten erfolgt, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage von DNN-Online mit.

jv/dbr

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