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Diese Schwestern bringen Glück - DNN stieg mit zwei Schornsteinfegerinnen in Dresden aufs Dach

Diese Schwestern bringen Glück - DNN stieg mit zwei Schornsteinfegerinnen in Dresden aufs Dach

August ist der Internationale Tag der Schwestern, schreibt das Internetportal deals.com. Über den Ursprung dieses angeblichen Feiertages konnte ich nichts Näheres herausfinden.

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Ein tolles Team: Sabrina (l.) und Jasmin Tschaplowitsch in ihrer Arbeitskluft auf einem Dach in Cossebaude. In der Freizeit tragen die beiden Schornsteinfegerinnen am liebsten knallige Farben. Lange Fingernägel allerdings müssen sie sich abschminken. Fotos (2): Jürgen-M. Schulter

Quelle: Juergen-Michael Schulter

Doch wenn sogar Jogginghosen, der Kuss, das Bier und Minzschokolade mit irgendwelchen Tagen gewürdigt werden - warum nicht auch - oder gerade - Schwestern. Denn die sind nämlich die besseren Geschwister laut einer Umfrage von deals.com und promio.net unter 658 Bundesbürgern.

"Fast die Hälfte der befragten Frauen gibt an, gern mit ihren Geschwistern zu teilen - nur ein Drittel der Herren behauptet das. Dass Schwesterherzen größer sind, beweist noch ein weiteres Ergebnis: 58 Prozent der Damen sagen, dass sie ihre Geschwister lieben - bei den Brüdern sind es nur 45 Prozent", heißt es in der Untersuchung. Für Geschenke, Reise- und Kommunikationskosten geben Männer und Frauen für ihre Geschwister zwar in etwa gleich viel aus. Allerdings gibt es wieder mehr Männer als Frauen, die für ihre Geschwister generell gar keinen Cent locker machen. Mindestens einmal monatlich Kontakt mit ihren Geschwistern halten 60 Prozent der Brüder, bei den Schwestern sind es 70 Prozent. Von den Damen allerdings kommunizieren 15 Prozent täglich mit ihren Geschwistern, bei den Herren sind es 6 Prozent.

Ein richtig gutes Verhältnis haben offenbar die Schwestern Sabrina (24) und Jasmin (19) Tschaplowitsch in Dresden. Momentan sind die beiden sogar beruflich zusammen unterwegs - als Schornsteinfegerinnen im Dresdner Westen. Sie treten damit in die Fußstapfen von Vater und Großvater. Freiwillig wohlbemerkt. "Wir wussten ja, was uns erwartet. Bei uns ging es sogar Weihnachten immer um die Arbeit. Und irgendwann will man das dann auch", lacht Sabrina. "Natürlich habe ich schon gezielt versucht, sie für den Beruf zu interessieren", zwinkert Vater Thomas. Wie er bei seinem Vater gingen seine Töchter mit ihm schon in jungen Jahren hin und wieder auf Tour "zum Schnuppern". "Natürlich habe ich dann geguckt, dass sie die schönen Seiten des Berufes kennenlernen."

Sabrina machte schon vor einigen Jahren ihren Abschluss im väterlichen Handwerksbetrieb. In den vergangenen drei Jahren bildete sie nun ihre jüngere Schwester mit aus. "Natürlich zicken wir uns auch mal an, Reibereien gibt es schließlich überall mal. Aber niemals vorm Kunden", betonen beide. "Wir besuchen uns sogar am Wochenende, weil wir uns vermissen", lacht Sabrina, die schon ihre eigene kleine Familie hat.

Dass die beiden einem für Mädels eher ungewöhnlichen Beruf nachgehen, tun Sabrina und Jasmin mit einem Achselzucken ab. "Wieso? Es gibt in Dresden noch drei weitere Frauen in dem Beruf." Allerdings registrieren sie schon hin und wieder verwunderte Blicke, wenn Passanten erst auf den zweiten Blick erkennen, dass es sich bei den schwarzen Männern mit Zylindern um Frauen handelt. Und weil sich Sabrina und Jasmin in ihrer Kluft durchaus ähneln, gab es auch schon ein lustiges Erlebnis: Während Sabrina im Einfamilienhaus einer älteren Dame die Esse fegte, klingelte Jasmin unten an der Tür, um im Heizungskeller nach dem Rechten zu sehen. "Da hat die Frau zunächst gedacht, ich bin abgestürzt", lacht Sabrina. Bei den Männern löse der Job der beiden Mädels, der auch heute noch körperlich anstrengend und richtig dreckig sein kann, Bewunderung aus.

Dass sie durch ihren Beruf als Glücksbringer gelten, gibt dem Beruf einen zusätzlichen Kick. Denn "in der Regel freuen sich die Leute, wenn sie uns begegnen", so Jasmin. Vor allem die älteren Semester wollen den Schornsteinfegerinnen - wie ihren männlichen Kollegen auch - die Hand schütteln, die Jacke berühren oder an deren Knöpfen drehen. "Ich glaub', ich muss schon wieder welche neu annähen", seufzt Sabrina, als sie ihre Jacke in Augenschein nimmt. In der Freizeit ist bei beiden Schwarz nicht die Farbe der Wahl fürs Outfit. Da mögen es beide lieber knallbunt. "Ich stehe auf pink", gibt Sabrina zu. Jasmin ist da nicht so festgelegt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.08.2014

Catrin Steinbach

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