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Lokales Dieb räumte Schulkindern die Ranzen aus
Dresden Lokales Dieb räumte Schulkindern die Ranzen aus
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09:01 04.10.2018
Justitia, Göttin der Gerechtigkeit (Symbolbild). Quelle: dpa
Dresden

„Ich kann gleich sagen, dass ich mich daran nicht erinnere“, führte der Angeklagte schon zu Beginn des Prozesses aus. Eine klare Ansage! Aber Sebastian K. hat offenbar nicht nur Gedächtnisschwund was die umfangreiche Anklage betrifft. Dem 21-Jährigen war die komplette Verhandlung entfleucht. „Ich habe vergessen, dass ich einen Termin habe“, sagte der Angeklagte, nachdem die Polizei bei ihm daheim geklingelt und an den Prozess erinnert hatte. Kann ja mal passieren – es geht ja nur um sechs Anklagen mit jeweils mehreren Vorwürfen.

Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, gemeinsam mit Kumpanen mehrere Lauben in diversen Dresdner Kleingartenvereinen demoliert und schließlich geplündert zu haben – der Sachschaden war oftmals höher als der Stehlschaden. Auch Schulen, vor allem der auf der Gamigstraße im Stadtteil Prohlis, statteten die Diebe nächtliche Besuche ab und klauten was ihnen unter die Finger kam. Die Mittelschule in Kreischa besuchte Sebastian K. mit „Freunden“ sogar am helllichten Tag.

Die Diebe räumten den Schülern einer Klasse, die wohl zur Hofpause oder dem Sportunterricht waren, die Ranzen aus und ließen Geld, Handys, Musicboxen, Aus­weise, EC-Karten und Monatskarten mitgehen. Sebastian K. soll bei diesem Einbruch eine Luftdruckpistole, einen Schlagstock und einen Schlagring dabei gehabt haben. Am Dresdner Albertplatz soll er Jugendliche zudem aufgeforderte haben, von ihm Marihuana zu kaufen. Als die ablehnten, soll er mit einen Küchenbeil gedroht haben: „Ihr kauft das jetzt oder ich töte euch.“

Der Angeklagte konnte sich an nichts erinnern, selbst an Dinge nicht, wo seine DNA am Tatort gefunden wurde. „Keinen Plan, ich war betrunken“ sagte er immer wieder. Und er muss ein Glückspilz sein, denn nach seiner Auffassung standen bei seinen Einbrüchen Türen und Fenster fast immer offen. Er sollte allerdings aufpassen, dass sich für ihn nicht plötzlich Türen auftun, durch die er gar nicht gehen will. Der Prozess gegen den 21-Jährigen wird fortgesetzt.

Von ml

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