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15:11 02.08.2018
Daniel Steinigen hat seine App im Alleingang programmiert. Die Kenntnisse eignete er sich selbst an. Quelle: Junes Semmoudi
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Dresden

er die App von Daniel Steinigen anklickt, erblickt zunächst ein pulsierendes Herz über der in romantisches Abendrot getauchten Altstadtsilhouette Dresdens. Jeden Herzbogen ziert ein „D“, darunter steht zu lesen: „Meine Liebe. Meine Stadt.“ Das Logo hat der Dresdner selbst kreiert. Dann öffnet sich „Dresden Heart“ und weist aktuell unter anderem auf den Palais Sommer, die Filmnächte am Elbufer und das anstehende Stadtfest hin.

Das herzförmige Logo hat Daniel Steinigen selbst entworfen. Quelle: Screenshot

Doch „Dresden Heart“ ist nicht nur eine Veranstaltungsapp. „Ich will die schönen Seiten Dresdens zeigen“, beschreibt Daniel Steinigen. Es finden sich auch sorgsam zusammengetragene Infos über die Stadt, ihre Geschichte und ihre Besonderheiten, eine umfangreiche Übersichtskarte mit Schwimmhallen, Kinos, Spätshops, Biergärten und vielem mehr, Ausflugstipps – zum Beispiel mit der Dampflok nach Moritzburg – und aktuelle Infos zu Dresdens größten Sportvereinen samt aktuellen Spielergebnissen. „Die pflege ich derzeit noch per Hand ein. Bald soll das aber automatisch funktionieren“, erklärt der Elektroingenieur.

Der Sport bzw. die Begeisterung am Beobachten Anderer beim Sport brachte den Dresdner im Jahr 2014 auch auf die Idee zur App. Der damals 23-Jährige wollte mit Freunden der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2014 zujubeln – doch wo? Die erste Public Viewing-Gelegenheit war komplett überfüllt, die zweite auch und dann gestaltete sich die Suche schwierig. Das wollte der Dresdner, damals noch Student, ändern.

Im März 2016 setzte er sich schließlich an den Schreibtisch, lernte in wenigen Wochen die Feinheiten des App-Programmierens und brachte kurz vor Anpfiff der EM 2016 „Dresden schaut zu“ auf den Markt. Hier hatte der junge Mann alle Public Viewing-Möglichkeiten in Dresden aufgelistet, wenn verfügbar sogar mit Infos über die Zahl der Plätze und die Größe der Leinwand - eine Menge Arbeit.

„Ich fand es schade, dass nur vier Wochen zu nutzen“, erklärt Steinigen seinen Entschluss, aus „Dresden schaut zu“ schließlich die erweiterte, aber immer noch komplett kosten- und werbefreie App „Dresden Heart“ zu machen. In das Hobbyprojekt steckt der Dresdner mit Vollzeitjob auch heute noch mehrere Stunden Arbeit pro Woche, trägt Spielpläne und Ergebnisse ein oder erweitert die Datenbank. „Informationen zu finden ist nicht so kompliziert. Schwierig ist es, diese zu bewerten und das Passende auszuwählen“, beschreibt der 27-Jährige sein Vorgehen.

Dresden Heart in Screenshots

Bei der Planung neuer Funktionen dürfen auch die derzeit gut 2000 Nutzer mitreden. Die wünschen sich zum Beispiel eine Übersicht über kostenlose WiFi-Hotspots in der Stadt. Auch die Möglichkeit, selbst Veranstaltungen einzutragen, sei bereits erwähnt worden, aber eher schwierig umzusetzen. Im Raum steht zudem eine Übersetzung ins Englische, denn von „Dresden Heart“ könnten zum Beispiel auch Touristen oder Gastwissenschaftler profitieren. Eine Fotofunktion sei prinzipiell auch möglich.

Einen Zeitplan für all das hat Daniel Steinigen noch nicht, die Motivation aber ist noch da. „Ich will den Dresdnern das Leben erleichtern. Es ist mir aber auch wichtig, wie die Stadt wahrgenommen wird – modern und frisch“, erklärt der 27-jährige Hobbyprogrammierer.

Dem Public Viewing ist er übrigens auch 2018 treu geblieben. Zur so schmachvoll für Deutschland endenden WM fanden sich in Steinigens App selbstverständlich alle Orte zum Rudelgucken wieder, handverlesen und mit nützlichen Zusatzinfos. Und bis zur EM 2020 sind es ja auch nur noch zwei Jahre.

Dresden Heart ist im App Store für IOS und Android erhältlich.

Von Franziska Schmieder

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