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Lokales Die gesündesten Sachsen leben in Dresden – Gesundheitsreport
Dresden Lokales Die gesündesten Sachsen leben in Dresden – Gesundheitsreport
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14:58 21.09.2018
Yoga beim Palaissommer 2018. Bei psychischen Leiden und Rückenproblemen verzeichnet die Krankenkasse einen leichten Rückgang der Krankschreibungen. Quelle: Christin Grödel
Dresden

Zunächst die schlechte Nachricht: Die Sachsen sind häufiger und auch länger krankgeschrieben als der durchschnittliche Bundesbürger, sagt die Barmer. Bis auf eine Ausnahme. Die Landeshauptstadt hält seinen Krankenstand wacker unter dem Bundesdurchschnitt von 4,8 Prozent. Waren sachsenweit an einem durchschnittlichen Kalendertag von 1.000 Beschäftigten 52 arbeitsunfähig, so waren es in Dresden nur 46. Im Durchschnitt war jeder Erwerbstätige im vergangenen Jahr 1,4 Mal krankgeschrieben.

Für die meisten Krankschreibungen der Dresdner sorgten psychische Leiden (3,2 Fehltagen je Versicherten), gefolgt von Atemwegserkrankungen und Rückenleiden (je 3 Fehltage) sowie Verletzungen (2,1 Fehltage). Bei psychischen Leiden und Rückenproblemen verzeichnet die Krankenkasse einen leichten Rückgang der Krankschreibungen. „Gestiegen sind allerdings die Ausfallzeiten bei Atemwegserkrankungen und Verletzungen“, resümiert Martin Morawietz, Regionalgeschäftsführer der Barmer in Dresden.

Wie kommt es zur positiven Veränderung? Morawietz These: „Gesundheitsfördernde Maßnahmen und damit weniger Rückenschmerzen scheinen bei mehr Beschäftigten anzukommen.“ Große Unternehmen investieren in mobile, höhenverstellbare Arbeitsplätze oder Bewegungspausen und damit in den Rücken ihrer Mitarbeiter. Firmenteams nehmen an Firmenläufen teil und motivieren ihre Mitarbeiter zu mehr Bewegung.

Wie kann also weiter die Dresdner Gesundheit optimiert werden?

Besonders kleine Betriebe seien aufgrund ihrer Größe vor große Herausforderungen gestellt. Hier könnten verstärkt Branchendachverbände derartige Angebote bündeln und die Organisation von Veranstaltungsangeboten übernehmen, schlägt Morawietz vor. Das krankenkassenübergreifende Portal BGF (www.bgf-koordinierungsstelle.de) bietet Unterstützung bei der Umsetzung von betrieblicher Gesundheitsförderung.

Für den Gesundheitsreport 2018 wurden die Daten von 117.000 sächsischen Erwerbspersonen ausgewertet. Das sind rund sieben Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Freistaat.

Von Carolin Seyffert

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