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Dresden Lokales Die Technischen Sammlungen Dresden werden 50 Jahre
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15:42 25.05.2016
Roland schwarz, Direktor der Technischen Sammlungen, zeigt eine selbstgebaute Sägeblattschärfmaschine aus den 1980er Jahren, die in Dresden-Kaditz im Einsatz war. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Die Technischen Sammlungen werden am Wochenende, 28./29. Mai, ein halbes Jahrhundert alt und feiern den Geburtstag groß, wie sich das für ein rundes Jubiläum gehört – mit einer neuen Ausstellung unter dem Motto „Maschinen, Menschen, Sensationen“ und natürlich dem Turmfest am Sonntag, 29. Mai.

Die neue Sonderschau in der zweiten Etage zeigt Exponate aus 50 Jahren Museumsgeschichte, die bislang gar nicht oder nur selten zu sehen waren. Ein in Radeberg gefertigter Fernseher „Dürer de luxe“ aus dem Jahr 1966 gehört dazu, auch eine alte chinesische Setzkastenschreibmaschine und Spielautomaten aus den 1930ern, die auf Jahrmärkten standen. Eine kleine Sensation ist die selbstgebaute Sägeblattschärfmaschine aus den 1980er Jahren, die aussieht wie eine Metallskulptur und tatsächlich in Dresden-Kaditz im Einsatz war. Sehenswert auch die Elektrisiermaschine vom Beginn des 19. Jahrhunderts und ein Industrieroboter aus den 1980ern. Das eine oder andere Exponat habe man erst mit Hilfe kundiger Besucher identifizieren können, berichtet Kurator Ralf Pulla. „Ein vermeintlicher Schuhcreme-Dosenöffner aus Metall hat sich so als Auffangkorb für eine Rundstrumpf-Strickmaschine entpuppt.“

Zum mittlerweile 19. Turmfest am Sonntag hat sich 11 Uhr Liedermacher Gerhard Schöne angesagt. Von 13 bis 18 Uhr gibt es draußen im Hof einen „Jahrmarkt“ mit Zirkusartistik & Zaubershows und drinnen u.a. Film-Flohmarkt, Daumenkino und Druckwerkstatt.

Pünktlich zum Turmfest stellt das „Erlebnisland Mathematik“ ein neues Exponat aus. Es heißt „Rundreisen durch Sachsen“ und ist in seiner klassischen Form als „Problem des Handlungsreisenden“ bekannt. Der Besucher hat die Aufgabe, in einer Rundreise den kürzesten Weg zwischen selbst gewählten Städten zu finden – mit Hilfe eines Touchscreen-Monitors.

Die Geschichte der Technischen Sammlungen begann 1966 auf bescheidenen 300 Quadratmetern im Gebäude des heutigen Kulturrathauses an der Königstraße, um das damals brandaktuelle Thema „Elektronik“ öffentlich zu machen. Das Museum wechselte mehrfach seinen Namen, zog zweimal um und nahm mehrere große Sammlungen auf, darunter die des Museums für Photographie, die Büromaschinen-Lehrsammlung der TU Dresden und den Nachlass des Kombinats Pentacon. Heute bietet es im ehemaligen Industriebau der Ernemann-Kamerawerke auf 6500 Quadratmetern Platz für Ausstellungen, Erlebniswerkstätten und Veranstaltungen.

Insgesamt 1,5 Millionen Besucher haben sich in den 50 Jahren in den Technischen Sammlungen umgesehen. Im Schnitt 90  000 sind es jetzt pro Jahr. Zu den absoluten Besuchermagneten gehörten eine Schau über Mikrominiaturen in den 1970er Jahren und die Wehrmachtsausstellung von 1998.

Von Katrin Richter

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