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Lokales Die Straße des Friedens in Dresden bleibt mindestens bis Mai gesperrt
Dresden Lokales Die Straße des Friedens in Dresden bleibt mindestens bis Mai gesperrt
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16:23 11.12.2017
Reinhard Koettnitz vom Straßen- und Tiefbauamt will noch in diesem Jahr den Asphalt bis hoch zum Wachwitzer Höhenweg verlegen lassen. Quelle: Foto: Sebastian Burkhardt
Dresden

Seit rund zwei Wochen sollte die direkte Fahrt in die Ortslagen Pappritz und Gönnsdorf eigentlich wieder möglich sein. Zumindest für diejenigen, die es von der gegenüberliegenden Elbseite aus versuchen. Doch die seit Februar 2016 andauernden Bauarbeiten auf der Straße des Friedens ziehen sich noch für mindestens ein halbes Jahr weiter in die Länge. Schuld daran ist unter anderem ein hartnäckiger Untergrund, der den Bauarbeiten das Leben schwer macht.

Sanierung dauert noch mindestens bis Mai 2018

Deshalb müssen sich Autofahrer wohl noch bis mindestens Mai des kommenden Jahres mit der rund zehn Kilometer langen Umleitung über Grundstraße, Bautzner Landstraße, Quohrener Straße, Gönnsdorf und Fernsehturm begnügen. Rund 700 von gesamt 1100 Metern Straße zwischen Niederpoyritz und Pappritz sind mittlerweile fertig gestellt und befahrbar, der letzte der drei Bauabschnitte hat begonnen. Derzeit befindet sich der Kopf der Baustelle in Höhe der Straße Am Dorfteich. Doch Reinhard Koettnitz, Leiter des Dresdner Straßen- und Tiefbauamtes, verspricht, dass bis zum Ende des Jahres wenigstens die Straßendecke bis zum Wachwitzer Höhenweg eingezogen wird, um die Umleitung durch das benachbarte Wohngebiet auflösen zu können.

Koettnitz stellte aber auch klar, dass der Straßenbau rund um das Schönfelder Hochland generell komplizierter ist, als in anderen Teilen Dresdens. Die Fahrbahnen seien steil, kurvig und eng – wenig Platz also für Mensch, Material und Maschinen. Dazu komme auf der Straße des Friedens nun erschwerend der harte Untergrund. „Im Gutachten war das so nicht ersichtlich, da wir natürlich damals nur Stichproben gemacht haben“, so der 62-Jährige.

Demnach gäbe es nun Stellen, an denen gar kein hartes Gestein vorkomme, in anderen Bereichen müsse man über mehrere Meter massiv Granit abtragen. Das Problem dabei: Die Bauarbeiter können nicht – beispielsweise mit einem großen Abbruchmeißel am Bagger – einfach loshämmern. „Das Gestein ist eine große unterirdische Platte. Jede Vibration wird eins zu eins weitergeleitet und zieht bis in die umliegenden Häuser weiter“, so Koettnitz. Pappritz liegt auf der Kante der Lausitzer Platte, einem Massiv vorwiegend bestehend aus Granit.

Auch habe es „Kapazitätsengpässe“ beim Verlegen von Gas- und Wasserleitungen gegeben habe. Zudem habe man viele alte Leitungen gefunden, die man manuell prüfen müsse, da es keine Pläne gibt. Trotzdem ist man im Straßen und Tiefbauamt zuversichtlich, dass die Bauarbeiter bis Mai 2018 fertig werden – vorausgesetzt, der Winter spielt mit. Koettnitz erklärte auch, dass man das angesetzte Budget von rund 2,6 Millionen Euro nicht sprengen werden. Stand jetzt seien rund 1,6 Millionen verbaut.

Ab 2019 solle dann auch die sich in einem „fürchterlichen Zustand“ befindliche Staffelsteinstraße saniert werden, erklärt Koettnitz.

Von Sebastian Burkhardt

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