Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Die Stadt baut Unterkunftsplätze für Asylbewerber ab
Dresden Lokales Die Stadt baut Unterkunftsplätze für Asylbewerber ab
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:33 30.03.2017
Bis April wird die Stadt insgesamt 244 sogenannte Gewährleistungswohnungen aufgeben, in denen Asylbewerber untergebracht waren. Quelle: Archiv
Anzeige
Dresden

Die Zahl der Asylbewerber sinkt im Vergleich zum Zustrom zwischen August 2015 und Frühjahr 2016, das Sozialamt benötigt weniger Unterkunftsplätze als noch im vergangenen Jahr in Wohnungen und Übergangswohnheimen. Bis April wird die Stadt insgesamt 244 sogenannte Gewährleistungswohnungen aufgeben, in denen Asylbewerber untergebracht waren. Die Rückgabe an den Vermieter – in den meisten Fällen an den Wohnungskonzern Vonovia – wird zum teuren Geschäft für die Stadt: Wie das Sozialamt auf Anfrage der DNN mitteilte, müssen rund 375 000 Euro in die Renovierung und Sanierung der Wohnungen investiert werden.

Die Mängel, Beschädigungen und Zerstörungen an der Substanz sind so groß, dass die Stadtverwaltung die städtische Tochtergesellschaft Stesad GmbH damit beauftragt hat, die Wohnungen wieder auf einen vernünftigen Stand zu bringen. „Die Stesad beauftragt über Rahmenzeitverträge die bauausführenden Firmen wie Maler, Fußbodenleger oder Tischler“, heißt es in der Antwort auf eine Anfrage dieser Zeitung. Die Stadt müsse „teilweise“ Mängel und Zerstörungen beheben. „Im Rahmen der Rücknahme von Wohnungen werden gelegentlich Mängel festgestellt, die vor der Wohnungsrückgabe an die Vermieter beziehungsweise Eigentümer zu beseitigen sind“, teilte das Sozialamt mit.

Die Wohnungen stehen dem Wohnungsmarkt wieder zur Verfügung, wenn die Asylbewerber ausgezogen sind und die Renovierung oder Sanierung erfolgt ist. Rund 3100 Plätze stehen der Stadt gegenwärtig in Wohnungen zur Verfügung. Die Auslastung beträgt laut Sozialamt rund 80 Prozent. Deshalb sollen entsprechend des sinkenden Bedarfs weitere Wohnungen gekündigt werden. Bereits Anfang des Jahres war von bis zu 680 Wohnungen die Rede, die bis Anfang 2018 aufgegeben werden könnten. Der Abbau erfolge im gesamten Stadtgebiet, vorrangig aber in den Plattenbaugebieten Prohlis und Gorbitz, in denen wegen des Angebots an günstigem Wohnraum die meisten Asylbewerber untergebracht worden waren.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Eine denkmalgeschützte Villa in Blasewitz wird zum Jahr 2019 in eine hochwertige Seniorenwohnanlage umgebaut. Der bundesweit führende Entwickler für hochwertige Senioren- und Pflegeimmobilien Terragon wird das Gebäude auf dem rund 5200 Quadratmeter großen Grundstück in der Naumannstraße, Ecke Karasstraße, sanieren.

30.03.2017

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) will Dresdner Schüler ins Ausland schicken: Die Landeshauptstadt legt mit „SchüleRaustausch“ ein eigenes Programm auf. Ziel ist es, interkulturelle Begegnungen zwischen Jugendlichen aus Dresden und dem Ausland finanziell zu unterstützen.

30.03.2017

Die Stadtverwaltung stößt mit ihren Plänen für Änderungen bei den Kita-Gebühren auf Kritik. Das betrifft vor allem die zusätzlichen Elternbeiträge für das dritte Geschwisterkind. Elternvertreter und Linke reagierten nach der DNN-Veröffentlichung mit Ablehnung.

30.03.2017
Anzeige