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Dresden Lokales Die Neumarkt-Wächter entdecken die Parzelle
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18:28 07.04.2019
Eine städtebauliche Perle ist der Postplatz eher nicht. Quelle: Jürgen-M. Schulter
Dresden

Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) lädt am Montag um 18 Uhr zu einer Veranstaltung „Schutz für die Schönheit unserer Städte – Der Kampf um die Parzelle und die Auswirkungen des §34 BauGB auf Städtebau und Architektur“ in den Festsaal des Stadtmuseums (Landhaus) ein.

Der Publizist Dieter Hoffmann-Axthelm und Thimo Weitemeier, Stadtbaurat von Nordhorn, werden in die Thematik einführen. Danach soll das Thema in zwei Diskussionsrunden debattiert werden.

Zwei Diskussionsrunden

Für Runde eins stehen neben Weitemeier und Hoffmann-Axthelm auch die Investoren Jochen Lagerein (Columbus Dresden GmbH) und Berndt Dietze (Baywobau Dresden) zur Verfügung, Fünfter im Bunde ist Stefan Szuggat, Leiter des Stadtplanungsamtes. In Runde zwei kommen die Baupolitiker der Stadtratsfraktionen zu Wort.

„Wir haben in Dresden ein Problem mit zu großen Grundstücksflächen, die in den Besitz der Stadt Dresden im Rahmen der DDR-Enteignungen gekommen waren. In den vergangenen Jahren wurden diese ohne Parzellierung in großen Einheiten und meist auch mit wenig gestalterischen Vorgaben verkauft“, erklärt die GHND den Problemkreis, der behandelt werden soll. Dieses Tafelsilber sei verscherbelt worden.

Postplatz und Straßburger Platz seien zu „blockhaftig“

Die GHND beklage heute beispielsweise den Zustand und die Blockhaftigkeit von Postplatz und Straßburger Platz. „Dabei wäre es einfach für die Stadt gewesen hier andere Vorgaben in der Parzellierung und der Gestaltung zu machen“, konstatieren die Neumarkt-Wächter.

Neuere Beispiele aus Baden-Württemberg würden zeigen, dass es auch anders geht. Dort hätten Bürgermeister meist kleinerer Gemeinden darauf gedrungen, die Einzigartigkeit ihrer Orte durch Gestaltungssatzungen zu erhalten. Bauwilligen werde notfalls mit Veränderungssperren gedroht, wenn sie davon abweichen wollen.

So weit soll es in Dresden nicht kommen, erklärte die GHND, deshalb sollten in den Diskussionsrunden Wege aufgezeigt werden, wie Vorgaben für eine Neubebauung von Stadtgebieten gemacht werden können.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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