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„Die Nachfrage nach Jobs ist nicht so groß wie das Angebot“

Studentische Arbeitsvermittlung Dresden „Die Nachfrage nach Jobs ist nicht so groß wie das Angebot“

Die Studentische Arbeitsvermittlung Dresden ist Ansprechpartner für Unternehmen und Privatpersonen, die Aushilfsjobs anzubieten haben, und Studenten, die einen Job suchen. „Die Nachfrage nach Jobs ist nicht so groß wie das Angebot“, sagt Myriam Gammer vom Verein. Und dass durch die Einführung des Mindestlohnes in manchen Branchen jetzt mehr, in anderen aber weniger verdient wird.

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Myriam Gammer.

Quelle: privat

Dresden. Nächstes Jahr feiert der Studentische Arbeitsvermittlung Dresden e.V. – kurz STAV genannt – 25-jähriges Bestehen. Der Verein vermittelt nicht nur Weihnachtsmänner und Engel, sondern ist Ansprechpartner für Unternehmen und Privatpersonen, die Aushilfsjobs anzubieten haben, und Studenten, die einen Job suchen, um sich etwas Geld zu verdienen. DNN informierte sich bei Myriam Gammer, Vorstandsvorsitzende des STAV e.V., über Angebot, Nachfrage und Bezahlung.

Wie viele Studenten vermittelt der STAV e.V. im Schnitt pro Jahr und welcher Art sind die Arbeitsangebote?

Myriam Gammer: Wir vermitteln zwischen 3000 und 4000 Studenten im Jahr, 2015 waren es 4040. In unserer Angebotsliste finden sich sowohl kurzfristige Arbeitsmöglichkeiten, als auch länger ausgelegte Jobs - beispielsweise als Werkstudent/in. Die Tätigkeitsfelder sind dabei ebenso weit gefächert, wie das Studienangebot unserer Universität. Jeder an einer deutschen Hochschule immatrikulierte Student kann so zum Beispiel in der Nachhilfe, Gastronomie und IT- Branche, als auch im Marketing, Grafik-Design, Bau- oder Umzugssektor tätig werden. Da sich das Angebot saisonal und je nach Wirtschaftslage ändert, ist unsere Job-Liste immer sehr bunt zusammengesetzt. So finden sich im Herbst immer sehr viele Angebote als Verkäufer auf den bevorstehenden Weihnachtsmärkten. In den Semesterferien werden vermehrt studentische Hilfskräfte in Industrie und Handwerk gesucht.

Wie steht es um Angebot und Nachfrage? Reicht die Zahl der Jobangebote, um die Nachfrage zu befriedigen?

Leider müssen wir eher das Gegenteil verzeichnen. Die Nachfrage nach Jobs ist nicht so groß wie das Angebot. Die genauen Gründe dafür kennen wir leider nicht. Mit Umstellung auf das Bachelor/Master – System bemerkten wir jedoch, dass es für Studenten/innen zunehmend schwieriger wird, einen Nebenjob in die Anforderungen und den Zeitplan des Studiums zu integrieren. Auf der anderen Seite sehen wir, dass durch Studienaustauschprogramme (z.B. ERASMUS) sehr viele internationale Studenten bei uns nach Jobs suchen. Die Angebote sind aber meist auf deutschsprachige Arbeitskräfte fokussiert. So können wir oft viele dieser Studenten nicht ihren Kompetenzen gemäß vermitteln.

In welcher Spanne bewegt sich der Stundenlohn für Studentenjobs?

Mit Einführung des Mindestlohns hat sich der durchschnittlich gezahlte Stundenlohn auf 8,50 € angepasst. Das kam den Studenten, die z.B. in der Gastronomie arbeiten, sehr zugute, da sich deren Stundenlohn schlagartig um 2 €/Stunde verbesserte. Andere Brachen korrigierten ihre Löhne allerdings nach unten, so dass IT-Jobs – Programmierer, Grafiker etc. – von teils 10 € pro Stunde ebenfalls auf Mindestlohn-Niveau gesunken sind.

Bei der STAV handelt es sich um einen Verein. Wie viele Mitarbeiter hat er und wie finanziert er sich?

Die aktuelle Mitgliederzahl ist 22. Dabei gibt es einen dreiköpfigen Vorstand und zehn Vermittler, die von Montag bis Freitag von 9–15 Uhr im Büro mit Arbeitgebern und Studenten/innen in Kontakt stehen. Der Rest betätigt sich an der Öffentlichkeitsarbeit oder unterstützt den Verein je nach eigenen Kapazitäten. Der Verein finanziert sich durch die Vermittlungsgebühren, die die Arbeitgeber für jede positive Vermittlung an uns entrichten. Diese Gebühr basiert auf dem Bruttogesamtverdienst, den der Student/die Studentin während des Arbeitsverhältnisses oder maximal nach sechs Monaten Arbeitszeit verdient hat. Als rein studentisch organisierte Hochschulgruppe und Verein arbeiten wir sozio-ökonomisch und verfolgen das Ziel, kostendeckend zu wirtschaften.

Von Catrin Steinbach

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