Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Die Kleinzschachwitzer Elbanlieger versinken in der Flut
Dresden Lokales Die Kleinzschachwitzer Elbanlieger versinken in der Flut
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:55 09.09.2015
Monika Burschyk (49) wohnt gemeinsam mit ihrem Mann am Kleinzschachwitzer Ufer. Quelle: Hauke Heuer

Der gesamte Garten und der Keller sind wie schon 2002 überflutet. Dort, wo sonst die Gartenpforte auf die Elbwiesen führt, sieht man nur noch Wasser.

Wenige Meter weiter stehen Schaulustige und blicken ungläubig rüber auf die andere Elbseite zur Kirche Maria am Wasser, die derzeit ihrem Namen alle Ehre macht. Burschyk nimmt die Flut gelassen. „Wir sind bereits mit der Situation vertraut. 2002 war der Schock größer“, sagt sie. Damals hat das Wasser die Sandschüttung in den Holzbalkendecken zum Keller vollgesogen und total zerstört. „Wir sind erst 2001 eingezogen und konnten ein Jahr später erneut alles sanieren“, erinnert sich die Kleinzschachwitzerin und rechnet damit, dass auch bei dieser Flut Schäden am Gebäude entstehen.

Burschyk wurde am Sonntag nach den ersten Warnungen klar, dass die Wassermassen kommen. Um das Haus zu sichern, ist am Montag der Sohn angereist. Gemeinsam mit ihrem Mann haben sie zu dritt den Keller ausgeräumt. Das Stapeln der Sandsäcke hat sich die Familie gespart. Das Wasser würde sowieso eindringen. Obwohl die Flut sie wieder trifft, eine Flutmauer hält die Elbanliegerin nicht für sinnvoll. „Man muss sich eben an derartige Situationen gewöhnen. Gerade hier in Kleinzschachwitz würden Flutmauern sowieso nicht viel helfen“, sagt sie und denkt an die Aufräumarbeiten, die bevorstehen.

hh

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Kaum ein Dresdner Stadtteil ist so stark vom Hochwasser betroffen wie Gohlis. Nachdem am Dienstagmittag die Elbe über den Deich gestiegen ist, mussten zunächst die Häuser in direkter Elbnähe evakuiert werden.

09.09.2015

Sie schreiben die schönen Geschichten in traurigen Zeiten: neue Erdenbürger, die sich trotz Chaos' um sie herum nicht abbringen lassen, ins Leben zu starten. Zwölf von ihnen erblickten in den vergangenen beiden Tagen allein im Dresdner Diakonissenkrankenhaus das Licht der Welt - "ein ziemlich gutes Ergebnis, im Durchschnitt gibt es bei uns vier Geburten pro Tag", so Kliniksprecherin Gesa Henke stolz.

09.09.2015

Besorgt blickte Claudia Engel wie viele andere Schaulustige gestern morgen an der Molenbrücke in Pieschen auf die Elbe. Kleine Rinnsale hatten sich bereits ihren Weg durch die gestapelten Sandsäcke gebahnt und flossen auf die Leipziger Straße.

09.09.2015