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Lokales Die Junge Alternative demonstriert in Dresden
Dresden Lokales Die Junge Alternative demonstriert in Dresden
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12:53 11.02.2018
Die Demo-Teilnehmer am Hauptbahnhof. Kurz darauf startet der Zug Richtung Neumarkt. Quelle: cat
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Dresden

Die Dresdner Junge Alternative (JA), die Jugendorganisation der AfD,  hatte am Sonnabend, 15 Uhr zur Demonstration ins Dresdner Stadtzentrum eingeladen. Im Fokus stand ausdrücklich nicht ein Gedenken anlässlich der Zerstörung Dresdens am 13. Februar 1945. Unter dem Motto „Offene Grenzen sind tödlich“ ging es um Einwanderungs- und Asylpolitik, die gestiegene Gewaltkriminalität generell, in Dresden und speziell am Wiener Platz, den Anteil der Ausländer daran und einen von der AfD angestrebten Politikwechsel.

Demo der Jungen Alternative am 10. Februar 2018 in Dresden

Es war die erste von der Dresdner JA organisierte Veranstaltung dieser Art, mehrere hundert zumeist ältere Teilnehmer folgten dem Aufruf. Viele davon stammten aus dem Pegida-Umfeld, auch Siegfried Däbritz war vor Ort. Für eine Veranstaltung der „Jungen Alternative“ gab es auffallend wenige junge Teilnehmer.

Die Demonstration begann auf dem Wiener Platz nahe des Hauptbahnhofes. Dort sprachen Andre Ufer, Vorsitzender der JA Dresden, Matthias Scholz, Vorsitzender der JA Sachsen und der AfD-Bundestagsabgeordnete Jens Maier.  „Wir wollen ein Europa der Vaterländer“, forderte letzterer und prophezeite, dass der AfD übermorgen ganz Deutschland gehören werde. „Die AfD wird 2019 mit Ihrer Hilfe die Regierungsverantwortung in Sachsen übernehmen“, sagte auch Jörg Urban, neuer Vorsitzender der AfD Sachsen, unter dem Jubel der Demo-Teilnehmer.

Dann formierte sich ein Demonstrationszug, der sich gen Neumarkt in Bewegung setzte. „Merkel muss weg“, „Festung Europa, macht die Grenzen dicht“ und „Widerstand“ waren die Slogans, die auf dem Weg dorthin immer wieder gerufen wurden. Am Lutherdenkmal, zu Füßen der Dresdner Frauenkirche, fand dann eine zweite Kundgebung statt. Als letzter Redner sprach dort Urban zum Thema Drogen und Ausländerkriminalität am Wiener Platz. Dabei zitierte der AfD-Landesvorsitzende auch Aussagen des Polizeisprechers Thomas Geithner gegenüber der DNN. Dessen Aussage „Ich kann verstehen, dass manche Passanten die Situation am Wiener Platz als unangenehm empfinden. Aber um seine Sicherheit muss niemand fürchten“ sei besonderer Hohn gegenüber den Opfern. „Herr Geithner macht sich zum Sprachrohr einer völlig unverantwortlichen Politik“, so Urban.

Kurz vor 17 Uhr war die Veranstaltung beendet, Zwischenfälle gab es keine. Am Rande der Veranstaltung verwickelten einige Demo-Teilnehmer eine Gruppe von jungen Mädchen in intensive Diskussionen über den Islam und die Kriminalität von Ausländern. Diese jungen Leute hatten zuvor am Lutherdenkmal getanzt und waren offensichtlich von der Demo überrascht worden

Von Catrin Steinbach

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