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Die „Jamaikaner“ testen den Dresdner Weltcup-Schnee

Ski-Sprint am Flughafen Die „Jamaikaner“ testen den Dresdner Weltcup-Schnee

Der Schnee für den Dresdner Ski-Weltcup hat seine erste Bewährungsprobe bestanden. Trotz Plusgraden und Regen sprinteten am Sonntag 36 Sportler und Freizeit-Athleten über ein Kunsteisband auf dem Rollfeld des Dresdner Flughafens. Der Sieger schaffte die 50 Meter in ziemlich genau 6 Sekunden!

Niklas Müller im Sprint.
 

Quelle: Stephan Lohse

Dresden. Ordentliche Generalprobe für den Dresdner Ski-Weltcup in einer Woche: Trotz Wetterproblemen sprinteten am Sonntagmittag 36 Männer und Frauen über den Schnee auf dem Rollfeld des Dresdner Flughafens. Rund 40 Kubikmeter Schnee wurden aufgefahren, um eine 50 Meter lange Bahn zu präparieren. Eigentlich waren 100 Meter geplant, doch der warme Regen sorgte dafür, dass die Organisatoren umplanen mussten.

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Der Schnee für den Dresdner Ski-Weltcup hat seine erste Bewährungsprobe bestanden. Trotz miserablen Wetter sprinteten am Sonntag 31 Sportler und Freizeit-Athleten über ein Kunsteisband auf dem Rollfeld des Dresdner Flughafens. Der Sieger schaffte die 50 Meter in ziemlich genau 6 Sekunden!

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Den Sieg holte sich am Ende Lukas Groß, der kommende Woche auch beim Weltcup starten will. In 6,03 Sekunden flog er regelrecht über das Schnee-Band und ließ damit Maxim Cervinka und Tom Heinrich hinter sich. Bei den Frauen gewann Merle Richter in 7,37 Sekunden vor Angelina Franke und Julia Naujokat.

Neben ambitionierten Nachwuchstalenten waren aber auch Teilnehmer am Start, für die Skifahren nur Freizeitspaß ist. „Wir sind hier die Jamaikaner“, lachte Brita Schmalfuß, die zusammen mit Freunden aus Moritzburg angereist war. Mit Zeiten rund um die 13 Sekunden waren die Moritzburger zwar sportlich abgeschlagen, hatten aber trotzdem ihren Spaß, vor allem nachdem nicht nur eine der Ihren sondern auch einer der „Profis“ auf dem Hintern landete.

Die Moritzburger „Jamaikaner“ hatten jede Menge Spaß

Die Moritzburger „Jamaikaner“ hatten jede Menge Spaß.

Quelle: Stephan Lohse

„Der Spaß steht im Vordergrund“, sagt auch Marcel Bund. Der 19-Jährige steht seit der zweiten Klasse auf Ski, ist neben dem Ski-Sprint auch im Biathlon und im Rollski aktiv, nahm da auch bereits an Weltcups und der WM teil, berichtet der Sportler von der SG Klotzsche. Der dünne eisige Schnee des Spektakels am Flughafen sei gar nicht so einfach zu meistern. Zum einen müssten gerade größere Athleten aufpassen, sich nicht zu doll abzustoßen, um das Schnee-Band nicht zu beschädigen, zum anderen sei die Strecke ganz schön schmal. Da müsse man rechtzeitig bremsen.

Quelle: Stephan Lohse

Der Wettkampf am Flughafen gilt als „Appetitanreger“ für den großen Weltcup am Wochenende. Dann ist am Samstag und Sonntag die Skisprint-Weltelite am Start. Seit Anfang Januar wird die Strecke am Königsufer aufgebaut. Ab Mittwoch kommt der Schnee, der bereits seit Wochen am Flughafen vorbereitet wird.

Trotz des bislang milden Wetters sind die Organisatoren guter Dinge, ihre Premiere erfolgreich zu gestalten. So sinken die Temperaturen endlich in Richtung Null Grad. Und auch die Hochwassergefahr scheint gebannt. Seit Samstagabend sinkt der Elbepegel wieder. Für den Ski-Weltcup wird ein mindestens 30 Zentimeter dickes Schneeband auf die mehr als einen Kilometer lange Strecke gelegt. Das sei dann auch deutlich weniger witterungsempfindlich, da sich der Schnee gewissermaßen selbst kühle.

Von Stephan Lohse

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