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Lokales Die Dresdner gehen am liebsten auf den Striezelmarkt
Dresden Lokales Die Dresdner gehen am liebsten auf den Striezelmarkt
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06:27 25.12.2018
Blick von der Frauenkirche auf den Weihnachtsmarkt auf dem Neumarkt (vorn) sowie den Striezelmarkt auf dem Altmarkt (hinten). Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
Dresden

Der Striezelmarkt bleibt in der Gunst der Dresdner die Nummer eins. Das ergab das 106. DNN-Barometer, für das das Institut für Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität Dresden im Auftrag der DNN reichlich 530 repräsentativ ausgewählte Dresdner befragt hat. 29 Prozent antworteten, dass der Striezelmarkt ihr liebster Weihnachtsmarkt in Dresden sei. Das sind zwar fünf Prozentpunkte weniger als noch im Vorjahr. Im Grunde handelt es jedoch um einen stabilen Wert: Vor fünf Jahren bereits lag der Striezelmarkt mit 31 Prozent an erster Stelle.

Spannend ist, was auf den Plätzen zwei und drei passiert. Da lieferten sich in den vergangenen Jahren der Mittelaltermarkt im Stallhof und der Traditionelle Weihnachtsmarkt an der Frauenkirche ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In diesem Jahr hat der Mittelaltermarkt das Rennen gemacht, der auf 18 Prozent Zustimmung kommt, vier Prozentpunkte mehr als der Weihnachtsmarkt an der Frauenkirche. Das sah im Vorjahr genau andersherum aus, 2016 gab es ein Patt.

Augustusmarkt holt auf

Auf den Plätzen folgt ein Trio im Mittelfeld, das in diesem Jahr vom Weihnachtsmarkt am Loschwitzer Elbhang (8 Prozent) vor dem Augustusmarkt auf der Hauptstraße (7 Prozent) und dem Advent auf dem Neumarkt (7 Prozent) angeführt wird. Auch bei diesen Drei geht es traditionell eng zu. Auf lange Sicht hat der Augustusmarkt, der im vergangenen Jahr das Mittelfeldtrio anführte, immer mehr Anhänger gewonnen. Vor zwei Jahren nannten ihn schließlich nur vier Prozent der Befragten als ihren Lieblingsmarkt. Alle anderen Märkte hinter den genannten sechs haben es schwer. Die „Dresdner Winterlichter“ auf der Prager Straße und der Hüttenzauber auf dem Postplatz finden Erwähnungen (je 1 Prozent), bei den Übrigen steht eine Null.

106. DNN-Barometer. Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden. 530 Befragte, Dezember 2018. Quelle: EylertGrafik:

Ein differenzierteres Bild bekommt man, wenn man sich die Besuchsabsichten der befragten Dresdner ansieht. Da die Interviews Anfang Dezember stattfanden, waren die Befragten schon über einige Märkte geschlendert, hatten sich aber zumeist noch ein ordentliches Besuchsprogramm vorgenommen. Das setzte sich vor allem aus acht Märkten zusammen, von denen sieben im Zentrum liegen.

Auch hier steht an erster Stelle der Striezelmarkt, den elf Prozent der Befragten schon gesehen hatten und weitere 59 Prozent noch besuchen wollten. Der Abstand zum Rest ist aber in dieser Kategorie nicht so groß. So rangiert der Weihnachtsmarkt an der Frauenkirche fast gleichauf (56 Prozent Besuchsabsicht und 6 Prozent bereits erledigter Besuche). Es folgen der ihm benachbarte Advent auf dem Neumarkt (43/4 Prozent) und der Mittelaltermarkt im Stallhof (43/3 Prozent). Der mag in der Gunst der Dresdner höher stehen als das Weihnachtsgeschehen auf und um den Neumarkt – tatsächlich besucht wird er seltener.

Mehr Interesse an Loschwitzer Markt

Ebenfalls über ein Drittel wollten den Augustusmarkt auf der Hauptstraße (37/5 Prozent), die „Dresdner Winterlichter“ auf der Prager Straße (32/8 Prozent) und den Loschwitzer Weihnachtsmarkt (31/2 Prozent) besuchen oder waren schon da. Dieser hat dabei ordentlich zugelegt: 2017 hatten sich nur 13 Prozent der Befragten mit einer Besuchsabsicht getragen. Nicht ganz so stark im Aufschwung sind Striezelmarkt und Weihnachtsmarkt an der Frauenkirche, die sich in Sachen Besuchsabsichten gegenüber dem Vorjahr um zehn und neun Prozentpunkte Zunahme freuen dürfen. Knapp unter einem Drittel der Befragten wollten den Weihnachtsmarkt am Schloß besuchen oder waren schon da (26/3 Prozent).

Alle anderen Weihnachtsmärkte finden im Besuchsprogramm der Dresdner kaum Berücksichtigung. Von ihnen werden am ehesten noch der Hüttenzauber auf dem Postplatz (17/2 Prozent), das Neustädter Gelichter (13/2 Prozent) und der Neuling unter den Dresdner Adventsadressen, der Christmas Garden Pillnitz (16/3 Prozent) genannt. Der Konzertplatz Weißer Hirsch landet auf dem letzten Platz. Ihn will insgesamt ein Zehntel der Befragten besuchen oder waren schon da.

Von Uwe Hofmann

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