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Die Dresdner Verkehrsbetriebe erneuern Weiche am Georgplatz

Straßensperrungen im Stadtzentrum Die Dresdner Verkehrsbetriebe erneuern Weiche am Georgplatz

Wichtig: Straßenbahnen von fünf Linien rollen täglich über die Weiche am Georgplatz, und das zumeist im Zehn-Minuten-Takt. Das Gleisstück lässt sich aber auch noch mit anderen Worten beschreiben: als total zerschlissen. Ab Sonntag wird es deswegen ersetzt. Das Baugeschehen hat Auswirkungen auf Fahrgäste, Autofahrer und Radler.

Fünf Linien fahren über die Weiche und werden alle umgeleitet. Wie genau, darüber klärt ab Sonntag an drei Haltestellen auch DVB-Infopersonal auf.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. 24 Meter lang, 59 Tonnen schwer – das sind die nüchternen Daten, mit denen sich die Straßenbahnweiche am Georgplatz an der Ecke Waisenhausstraße und St. Petersburger Straße beschreiben lässt. „Es ist ein Stück im Gleisnetz, das für uns sehr wichtig ist“, sagt Roland Ende, Gleisbauchef der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB). Straßenbahnen von fünf Linien rollen täglich über die Weiche, und das zumeist im Zehn-Minuten-Takt. Das Gleisstück lässt sich aber auch noch mit anderen Worten beschreiben: als total zerschlissen. Ab Sonntag wird es deswegen bis 7. August durch einen Neubau ersetzt. Das Baugeschehen hat Auswirkungen auf DVB-Fahrgäste, Autofahrer und Radler.

Der Georgplatz bekommt eine neue Weiche. Die wurde bereits von den DVB vorbereitet.

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Während die DVB für die fünf betroffenen Straßenbahnlinien ein umfassendes Umleitungsprogramm aufgelegt haben (siehe Kasten), gilt für den übrigen Verkehr: „Es wäre für jeden besser, die Strecke zu umfahren“, wie Gleisbauchef Ende warnt. Denn auch wenn in einer ersten Bauphase die seit 2003 in der Straße liegende Weiche demontiert wird und in nächtlichen Schwertransporten die in etwa sechs Meter große Teilstücke zerlegte neue Weiche vom Betriebshof Reick zur Baustelle gebracht wird, sind schon Verkehrseinschränkungen nötig. Von Sonntag bis zum 5. August werden zwei Fahrspuren und die Radlerspur der Waisenhausstraße am Georgplatz gesperrt. Der gesamte Verkehr muss über die dritte Spur fließen. „Wir müssen ja auch irgendwo die Baustelle einrichten, brauchen eine Stellfläche für den Kran und dergleichen mehr“, begründet Ende. Zeitweise, von Sonntag 8 Uhr bis Montag 6 Uhr und dann wieder vom Montagabend, 22 Uhr bis Dienstag, 6 Uhr, wird auch eine Fahrspur und die Radlerspur der St. Petersburger Straße in Beschlag genommen.

In der Gleisbauwerkstatt des Betriebshofs Reick haben Gleis- und Weichenbauer Manfred Troschütz (l.) und Zerspaner Jochen Sacher die Weiche schon einmal aufgebaut.

In der Gleisbauwerkstatt des Betriebshofs Reick haben Gleis- und Weichenbauer Manfred Troschütz (l.) und Zerspaner Jochen Sacher die Weiche schon einmal aufgebaut.

Quelle: Anja Schneider

Vom 5. August, 16 Uhr bis zum 7. August wird die Waisenhausstraße gänzlich gesperrt. Grund dafür ist, dass mit der Weiche auch ein 15 Meter langes Gleisstück in Richtung Rathaus erneuert wird. Einkaufsbummler kommen am ersten Sperrtag, einem Sonnabend, über die Schulgasse aus dem Karstadt-Parkhaus auf den Dr.-Külz-Ring. Der Parkplatz am Ferdinandplatz wird ab 16 Uhr hingegen gesperrt.  Für den restlichen Verkehr gibt es eine Umleitung über den Dippoldiswalder Platz, die Marienstraße und den Postplatz zur Wilsdruffer Straße.

Rund 500 000 Euro kosten die Arbeiten, dabei fällt die Weiche selbst nur mit 170 000 Euro ins Gewicht. Da das Bauteil mit moderner Rückmeldetechnik ausgestattet ist, die etwa Probleme mit Antrieb, Heizung oder Steuerung automatisch an die Zentrale meldet, müssen auch neue Kabel gezogen werden. Außerdem wird der Schotter und der Fahrdraht der Oberleitung erneuert.

Normal halten Weichen 25 bis 30 Jahre, an vielbefahrenen Stellen sind es eben nur 15 Jahre, sagt Gleisbauche Ende. So eine Stelle ist auch der Postplatz, wo an der Überfahrt von der Wilsdruffer auf die Sophienstraße Ende Oktober eine Weiche ausgetauscht werden soll. An der Lockwitzer Straße, Ecke Hugo-Bürkner Straße planen die DVB zudem nach dem Stadtfest den Austausch von drei Weichen. Gleichzeitig werden dort zwei Haltestellen barrierefrei umgebaut.

Umleitungen im Straßenbahnnetz

Fünf Straßenbahnlinien werden vom Sonntag, 4 Uhr bis zum 7. August, 3.15 Uhr wegen der Bauarbeiten auf dem Georgplatz umgeleitet.
Die Linien 3 und 11 werden kombiniert und erhalten eine geteilte Linienführung. Von Coschütz kommend fährt die Linie 3 bis Hauptbahnhof und weiter als „11“ nach Zschertnitz. In der Gegenrichtung starten die Wagen als „11“ in Zschertnitz und fahren dann als „3“ ab Hauptbahnhof nach Coschütz. Auf der anderen Seite fährt die Linie 3 wie gewohnt vom Wilden Mann bis zum Pirnaischen Platz, wird dort zur „11“ und verkehrt dann über Dr.-Külz-Ring und Postplatz bis Bühlau. Von dort fahren die Bahnen über den Pirnaischen Platz zum Wilden Mann
Bahnen der Linie 7 werden zwischen Pirnaischem Platz und Freiberger Straße in beiden Richtungen über Dr.-Külz-Ring und Postplatz umgeleitet.
Bahnen der Linie 8 verkehren verkürzt von Hellerau bis zum Carolaplatz. Von dort geht es weiter über Carolabrücke, Pirnaischer Platz, Dr.-Külz-Ring, Postplatz und Augustusbrücke bis Carolaplatz und wieder zurück nach Hellerau.
Die Line 9 wird zwischen Hauptbahnhof und der Leipziger Straße über die Ammonstraße, die Könneritzstraße und die Marienbrücke umgeleitet.
Als Ersatz für die ausgefallenen Straßenbahnhalte gibt es zwei Ersatzverkehrslinien mit Bussen. Die EV3 pendelt zwischen Hauptbahnhof und Pirnaischem Platz. Stadteinwärts halten die Busse auch an der Haltestelle Gret-Palucca-Straße.
Busse der Ersatzverkehrslinie EV8 stellen in der angebenen Bauzeit die Verbindung zwischen Pirnaischem Platz und Südvorstadt her. Auch sie halten stadteinwärts an der Gret-Palucca-Straße.

Von Uwe Hofmann

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