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Die Dresdner Frauenkirche ist in gutem Zustand

Sanierung und Entsalzung Die Dresdner Frauenkirche ist in gutem Zustand

Erfreuliche Nachrichten für alle Anhänger und Förderer der Frauenkirche. Bei der erstmaligen Überprüfung seit fünf Jahren zeigt sich die Fassade insgesamt in einem sehr guten Zustand. „Wir sind sehr glücklich über das Ergebnis, weil man so etwas natürlich nicht voraussetzen kann“, sagte Thomas Gottschlich, Leiter der Kirchbauverwaltung.

Die Frauenkirche in Dresden wird alle fünf Jahre auf ihren baulichen Zustand geprüft.

Quelle: Grit Jandura

Dresden. Erfreuliche Nachrichten für alle Anhänger und Förderer der Frauenkirche. Bei der erstmaligen Überprüfung seit fünf Jahren zeigt sich die Fassade insgesamt in einem sehr guten Zustand. „Wir sind sehr glücklich über das Ergebnis, weil man so etwas natürlich nicht voraussetzen kann“, sagte Thomas Gottschlich, Leiter der Kirchbauverwaltung der Stiftung Frauenkirche.

Bis 2012 wurde die Substanzüberprüfung noch jährlich durchgeführt, dann entschied sich die Stiftung aufgrund des guten Gesamtzustandes der Kirche auf einen Fünfjahreszyklus. Die nun ausgewerteten Daten und Bilder sprechen für einen „ordentlichen Allgemeinzustand“, wie die Stiftung am Dienstag mitteilte. Zwar habe man schon etwas angespannt auf die Ergebnisse gewartet, doch man habe im großen und ganzen mit einem positiven Ergebnis gerechnet, so Thomas Gottschlich.

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Sanierungsarbeiten an der Dresdner Frauenkirche

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Gemeinsam mit Experten verschiedener Ingenieurgemeinschaften, die bereits beim Wiederaufbau der Kirche mitgewirkt haben, ist die Fassade Anfang Mai in vier Tagen mit Hilfe eines bis zu 68 Meter hohen Hubsteigers besichtigt worden. Mit dem mobilen Kran haben Restauratoren auch gleich kleine Ausbesserungen wie beispielsweise das Abtragen von Schalenbildungen vorgenommen. 2022 soll dann planmäßig die nächste „Befahrung“ stattfinden.

Parrallel dazu führt die Stiftung Frauenkirche seit Mai Entsalzungsarbeiten am historischen Choranbau durch (DNN berichteten), die ebenfalls sehr erfolgversprechend verlaufen aber voraussichtlich etwas länger dauern und somit mehr Geld verschlingen werden. Der Hauptsims des Choranbaus ist bei der Zerstörung 1945 größtenteils unbeschadet geblieben und somit noch im Original erhalten. „Durch die große Oberfläche und das mittlerweile konstante Klima in der Kirche drückt es das Salz dort nach außen“, erklärt Gottschlich. So hätten sich auf dem Sims etwa die vierfache Menge des erlaubten Salzes befunden, unter anderem auch Kaliumsalz, dessen Herkunft auch bei den Experten unklar ist. Zuletzt wurden Teile der Frauenkirche 2001 entsalzt.

Deshalb tragen die Arbeiter seit Mai spezielle Entsalzungsschichten auf, die jeweils zwei Wochen am Sims hängen bleiben und dann wieder abgespachtelt werden. Das wird an einigen Stellen bis zu drei mal ausgeführt und soll deshalb bis Ende Juli andauern. „Die anfangs anvisierten 85 000 Euro zur Entsalzung werden nicht ganz ausreichen, ich gehe von einem sechsstelligen Betrag am Ende aus“, sagte Ludwig Güttler, Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche.

Er Übergab am Dienstag auch gleich den ersten Scheck in Höhe von 61 000 Euro. Das Geld stammt aus Spenden, die seit Ende Dezember extra für die Entsalzung gesammelt worden sind. Auch der übrige Betrag soll auf diesem Wege noch zusammenkommen. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die Summe wie gewohnt aufbringen können. Die Stifter sind an einem sehr guten Zustand des Gebäudes interessiert“, so Güttler. Sowohl Gesellschaft als auch Stiftung nehmen Spenden entgegen.

www.frauenkirche-dresden.de/spenden

Von Sebastian Burkhardt

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