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Die Brühlsche Terrasse erhält bis 2018 einen Aufzug

Freistaat und Stadt einigen sich über Finanzierung Die Brühlsche Terrasse erhält bis 2018 einen Aufzug

Freistaat Sachsen und Landeshauptstadt Dresden haben sich geeinigt: Die Brühlsche Terrasse wird ab nächstes Jahr mit einem Aufzug barrierefrei zugänglich. Er soll im Turmbereich des Ständehauses entstehen. Dietrich Ewers, der für die SPD im Ortsbeirat Altstadt sitzt, kann die Euphorie über die Einigung jedoch nicht teilen.

Die Brühlsche Terrasse während des Stadtfests.

Quelle: Archiv

Dresden. Freistaat Sachsen und Landeshauptstadt Dresden haben sich geeinigt: Die Brühlsche Terrasse wird ab nächstes Jahr mit einem Aufzug barrierefrei zugänglich. Wie das sächsische Finanzministerium der CDU-Landtagsabgeordneten Aline Fiedler jetzt mitteilte, hat der Freistaat Haushaltsmittel für den Aufzug in Höhe von 250.000 Euro für dieses Jahr freigegeben. Weitere Mittel seien für das nächste Jahr eingeplant.

Voraussetzung für die Freigabe sei die Zusage der Landeshauptstadt Dresden gewesen, sich an den Investitionskosten für das rund eine Million Euro teure Vorhaben zu beteiligen. „Diese Zusage liegt der Staatsregierung nun vor“, so Fiedler. Kai Schulz, Sprecher der Landeshauptstadt Dresden, erklärte auf DNN-Anfrage: „Wir freuen uns, dass der Freistaat jetzt die Mittel für die Errichtung des Aufzugs Brühlsche Terrasse freigegeben hat.“

Laut Schulz beteiligen sich Freistaat und Stadt zu gleichen Teilen mit je 250 000 Euro für 2017 und 2018 an den Investitionskosten. Der städtische Anteil sei in den Haushalt für 2017/2018 eingestellt worden. Da der Haushalt längst rechtskräftig ist, würden die Mittel für 2017 ebenfalls bereitstehen. Die Bauausführung für den Aufzug liege in den Händen des Freistaats Sachsen.

„Mit der Errichtung des Aufzuges wird ein langjähriger Wunsch der Einwohner und Gäste unserer Stadt nach einem barrierefreien Zugang erfüllt“, so Schulz. „Die Einigung zwischen Freistaat und Stadt in der Finanzierungsfrage ist eine sehr gute Nachricht für die Dresdner und ihre Gäste. Jetzt können die Baumaßnahmen endlich ausgeschrieben werden“, erklärte Fiedler. „Ich freue mich, dass der uneingeschränkte Zugang zur Brühlschen Terrasse für alle somit in greifbare Nähe rückt.“

Der Aufzug soll im Turmbereich des Ständehauses entstehen. Der Immobilien-Dienstleister des Freistaats SIB hat die Planungen für den Bau bereits vorangetrieben und ein Einvernehmen mit der Denkmalpflege erzielt. Ständehaus und Brühlsche Terrasse sind zwar Immobilien des Freistaats, aber auch die Stadt ist Nutznießer eines barrierefreien Zugangs vom Schlossplatz zur Brühlschen Terrasse. Deshalb hatte der Freistaat auf eine finanzielle Beteiligung der Stadt an den Baukosten bestanden.

Dietrich Ewers, der für die SPD im Ortsbeirat Altstadt sitzt und sich für den Aufzug engagiert, kann die Euphorie über die Einigung zwischen Stadt und Freistaat nicht teilen. „Wir wollen, dass der Aufzug außen und nicht im Ständehaus installiert wird“, erklärte er auf Anfrage der DNN. Ein Außenaufzug sei billiger und könne Tag und Nacht sowie auch an Wochenenden und Feiertagen genutzt werden. „Wie soll das mit einem Aufzug im Ständehaus gehen?“ Auch für die Sicherheit des im Ständehaus untergebrachten Oberlandesgerichts sei ein Außenaufzug wesentlich günstiger, so Ewers. Er kündigte an, seine Einwände auf einer Veranstaltung darzustellen. „Wir führen gerade die Absprachen.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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