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Die "Autobahnpolizei" dreht im Dresdner Zwinger

Alarm für Cobra 11 Die "Autobahnpolizei" dreht im Dresdner Zwinger

Ausnahmezustand im Dresdner Zwinger: Grund waren Dreharbeiten für die 32. Staffel der Actionserie „Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei“. Der Zwinger war –Kulisse für den dritten Teil der „Ost-Trilogie“, der im kommenden Frühjahr auf RTL ausgestrahlt wird.

Erdogan Atalay alias Kommissar Semir Gerkhan (links) und sein Partner Paul Renner (Daniel Roesner) über dem Kronentor.
 

Quelle: xcitepress/ce

Dresden. Alarm im Dresdner Zwinger – am Donnerstagvormittag hatten sich zahlreiche Medienfahrzeuge an der Ostra-Allee aufgereiht. Grund waren Dreharbeiten für den Pilotfilm für die 32. Staffel der Actionserie „Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei“. Der Zwinger war – wie schon das Elbsandsteingebirge in Bad Schandau am vorherigen Mittwoch – Kulisse für den dritten Teil der „Ost-Trilogie“. Die Folge mit dem Arbeitstitel „Klassenfahrt“ wird im kommenden Frühjahr auf RTL ausgestrahlt.

Seit über 20 Jahren brettert die Autobahnpolizei über die Bildschirme der Republik, 339 Folgen wurden bisher ausgestrahlt, in der letzten Woche begann die 31. Staffel. Kaum eine andere Actionserie erfreut sich seit so langer Zeit stetiger Beliebtheit. Fast von Anfang an dabei ist Erdogan Atalay, der die Rolle von Kommissar Semir Gerkhan verkörpert und bisher acht Partner an seiner Seite hatte. Aber selbst nach so langer Zeit hat der Schauspieler, der am Freitag seinen 51. Geburtstag feiert, noch nicht genug. „Man könnte meinen, dass sich nach 20 Jahren irgendwas wiederholt, aber das stimmt nicht“, so Atalay. „Es kommen immer wieder neue Kollegen und andere interessante Menschen hinzu. Außerdem ist Action nie langweilig.“ Die aktuelle Staffel hält er für die abwechslungsreichste, die bisher gedreht wurde. Besonders die mysteriöse Grusel-Folge „Halloween“, die am 26. Oktober ausgestrahlt wird, hat es ihm angetan. „Wir verfallen niemals in eine Routine“, konstatiert er. „Es ist ein Geschenk, dass heutzutage eine Serie überhaupt so lange laufen darf.“

Jeweils einen Arm und ein Bein trägt Atalay in Gips. Ein Unfall am Set? „Da ist zum Glück noch nie etwas passiert, obwohl wir Schauspieler schon immer viele Stunts selber gemacht haben“, erinnert er sich. „Wenn das Unfallrisiko zu hoch ist, nehmen wir dann aber doch lieber Doubles.“ Also hat sich sein Alias Semir Gerkhan wohl wieder einmal in höchste Gefahr begeben. Wie genau es zu den (Film-)Verletzungen kam, verrät er jedoch noch nicht.

Trotz Handicap ist im Zwinger aber voller Einsatz gefragt. Zusammen mit seinem Partner Paul Renner (gespielt von Daniel Roesner) verfolgt er die Anführerin der vietnamesischen Mafia Ling Ma (Soogi Kang). Wie viel Arbeit in einem Drehtag stecken muss, wird nach einiger Beobachtung deutlich. Eine ungefähr 20 Sekunden lange Szene wurde aus zwei Einstellungen rund eine halbe Stunde gefilmt. „Das ist üblich“, bestätigt Elke Schubert von der Filmproduktionsfirma „action concept“. „Tatsächlich geht es heute sogar vergleichsweise zügig. Für eine Kinoproduktion würde man für solch eine Szene einen Tag brauchen.“ Für eine Folge „Alarm für Cobra 11“ – die jeweils vier Wochen Vorbereitungszeit erfordert – wird für eine Stunde Filmmaterial das Zehnfache an Zeit benötigt. In die Endfassung schaffen es davon wiederum nur zwei bis drei Minuten. Und da diese Serie von Explosionen, Unfällen und Verfolgungsjagden lebt: Jeder Stunt muss vier Tage vorbereitet werden, pro Action-Dreh sind rund 100 Mitarbeiter am Set und bis zu 16 Kameras im Einsatz.

Für die „Ost-Trilogie“ bedient man sich neben einer gehörigen Portion Ostalgie auch dem ein oder anderen Klischee, was auch ganz bewusst eingesetzt werde, so Atalay. Soviel sei gesagt: Schauspieler Martin Brambach, unter anderem bekannt aus dem Dresdner Tatort, spielt den unehelichen verlorenen Sohn von DDR-Staatschef Erich Honecker namens Ronny Dubinski. „Allein wenn man diese Story hört, merkt man, dass wir die Geschichte schon mit einem Augenzwinkern erzählen.“

Von Gerrit Menk

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