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Lokales „Die Ärzte“ unterstützen Dresdner Seenotretter
Dresden Lokales „Die Ärzte“ unterstützen Dresdner Seenotretter
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08:45 08.06.2018
Die Ärzte äußern sich auf YouTube zu Mission Lifeline und rufen zum Support der Seenotretter aus Dresden auf Quelle: YouTube
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Dresden

Die Dresdner Seenotretter von Mission Lifeline haben jetzt prominente Unterstützung erhalten: Die bekannte deutsche Punkband Die Ärzte wirbt im Internet mit einem kurzen Video für das Ansinnen des Vereins. „Wir unterstützen Mission Lifeline mit Herz und Seele“ heißt es in der knapp 20 Sekunden langen Aufnahme.

Mission Lifeline war im Mai 2016 gegründet worden, um Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten. In die Schlagzeilen geraten war der Verein aber auch wegen eines Rechtsstreits mit der Pegida-Bewegung. Aus Reihen des islamfeindlichen Bündnisses waren die Retter unter anderem als Schlepper bezeichnet worden. Per einstweiliger Verfügung hatte das Dresdner Landgericht das zwar zunächst untersagt. Vor wenigen Tagen hatte das Oberlandesgericht das Verbot aber wieder gekippt und auf die freie Meinungsäußerung verwiesen.

Die Ärzte nehmen in ihrer Botschaft nun direkt Bezug auf die entsprechenden Äußerungen. „Fluchthelfer sind keine Schleuser“, erklärt Bandmitglied Rodrigo Gonzáles. Zugleich ruft die Band die Zuschauer dazu auf, die Seenotretter in ihrer Arbeit zu unterstützen.

Mission Lifeline finanziert sich über Spenden. Die Unterstützung durch die Ärzte kommt aus Sicht von Axel Steier, Sprecher von Mission Lifeline, genau im richtigen Moment: „Wir freuen uns sehr, denn wir haben gerade die Reparaturen an unserem Rettungsschiff abgeschlossen. Jetzt können wir wieder Menschen retten.“

Mitte Juni wollen die Retter eigenen Angaben zufolge ihr Schiff nach Malta verlegen, wo die Einsatzcrew zusteigt. Im Anschluss werde die „Lifeline“ dann zu der inzwischen sechsten Rettungsmission aufbrechen. „Die Herausforderungen bei der Reparatur des 50 Jahre alten Schiffes haben uns Monate gekostet. Umso glücklicher sind wir, dass es jetzt endlich losgeht“, sagt Axel Steier.

Von Sebastian Kositz

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