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Lokales Deutscher Zukunftspreis 2016 geht nach Dresden
Dresden Lokales Deutscher Zukunftspreis 2016 geht nach Dresden
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12:39 02.12.2016
Bundespräsident Joachim Gauck verleiht den Deutschen Zukunftspreis 2016 an Manfred Curbach von der TU Dresden. Er erhielt die Auszeichnung für die Entwicklung von Carbonbeton  Quelle: Foto: Maurizio Gambarini/dpa
Berlin/Dresden

 Für die Entwicklung von superleichtem und extrem tragfähigem Carbonbeton haben Ingenieure der TU Dresden den Deutschen Zukunftspreis 2016 erhalten. Bundespräsident Joachim Gauck überreichte am Mittwochabend in Berlin die mit 250 000 Euro dotierte Auszeichnung. Die TU-Wissenschaftler setzten sich gegen Teams aus Bayern und Baden-Württemberg durch. Diese hatten superhelle Autoscheinwerfer mit Laser-Lichtquelle sowie eine reibungsreduzierende Oberfläche für Zylinder von Motoren entwickelt. Das Gewinner-Produkt gilt als langlebige Alternative zu Stahlbeton.

Die drei Forscher der TU Dresden entwickelten einen neuen Verbundwerkstoff, der statt einer Stahlbewehrung auf den Einsatz von Carbon setzt. Carbon sei viermal leichter und sechsmal tragfähiger als Stahl, hieß es am Abend in einer Mitteilung der TU Dresden.

Das Potenzial des Verbundwerkstoffes ist immens. Im Gegensatz zu Stahlbeton ist Carbonbeton widerstandsfähiger und gleichzeitig beständiger, da er nicht rostet. Bauteile und Bauwerke können dünner konstruiert werden, wodurch wertvolle Ressourcen, wie Wasser und Sand, gespart werden. Das Material lässt zudem filigrane Formen und vielfältige Einsatzbereiche zu. Beim Einsatz von Carbonbeton sind mehr als 50 Prozent Materialeinsparung möglich. Damit geht auch die Reduzierung des Energieverbrauchs und des CO2-Ausstoßes einher.

Der Entwicklungsfortschritt liegt auch im Detail. Bauteile aus Carbonbeton ermöglichen eine Kombination mit Zusatzfunktionen, wie Dämmen, Heizen oder Überwachen von Gebäuden. Nicht nur im Bereich des Neubaus kann Carbonbeton eingesetzt werden. Das Material eignet sich auch hervorragend für die Verstärkung bestehender Bauwerke. Die Lebensdauer von Gebäuden, Brücken und Masten kann durch Auftragen einer dünnen Schicht Carbonbeton deutlich erhöht werden. Schon seit 2006 werden deutschland- sowie weltweit alte Bauwerke, wie ein Kaufhaus in Prag oder auch riesige Silos, wie die Zuckersilos in Uelzen, mit diesen Verfahren verstärkt. Der Baustoff Carbonbeton stellt also nicht nur eine Innovation für den Standort Dresden dar, sondern wird weltweit immer wichtiger.

Von DNN

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