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Lokales Deutsche Bahn einigt sich im Streit um das Dach vom Hauptbahnhof Dresden
Dresden Lokales Deutsche Bahn einigt sich im Streit um das Dach vom Hauptbahnhof Dresden
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07:34 29.11.2017
Luftbild vom Hauptbahnhof Dresden, aufgenommen im Oktober 2017. Das rund 25 000 Quadratmeter große Dach ist mit gerade mal einem Millimeter starkem Teflon überspannt.  Quelle: Jürgen-M. Schulter
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Dresden

 Der Streit ums Dach vom Hauptbahnhof ist endlich aus. Noch bevor das Verfahren offiziell eröffnet wurde, haben sich die Beteiligten vergleichen, teilte die Deutsche Bahn mit. Über sieben Jahre lang tobte hinter den Kulissen ein Streit zwischen Bahn, Dach-Architekt Sir Norman Foster und der damals zuständigen Baufirma Skyspan, wer für die entstandenen Schäden am modernen Teflondach verantwortlich ist.

Ein Loch im Dach im Hauptbahnhofes in Dresden, entstanden im Februar 2010 . Quelle: Martin Förster

Im Winter 2009/2010 war das Dach unter der Schneelast großflächig aufgerissen und musste notdürftig geflickt werden. Seit dem gibt es immer wieder kleine Beschädigungen und Risse, die von der Bahn repariert werden. Star-Architekt Norman Foster muss laut Deutsche Bahn aber keine Konsequenzen mehr fürchten, seine Firma Foster + Partners sei nicht am Verfahren beteiligt gewesen. Der Rechtsstreit hatte sich in die Länge gezogen, da Skypan mittlerweile insolvent ist. Zwischenzeitlich gab die Bahn auch etliche Gutachten in Auftrag. Inwieweit die Bank der Baufirma nun für die Schäden am Dach gezahlt hat, ist unklar. Über die Vergleichssumme und die Details der Einigung gibt die Deutsche Bahn keine Auskunft.

Seit dem Schaden im Februar 2010, bei dem ein 2,50 Meter langer Spalt über Bahnsteig 17 aufriss, bildeten sich immer wieder kleine Risse in dem 25 000 Quadratmeter großen Dach aus sogenannter ETFE-Folie. Bis 2015 ging das Foster-Dach an fünf weiteren Stellen kaputt, stets dort, wo Stoff-Trichter gebildet wurden, die zu den Fallrohren der Dachrinnen führen. In letzter Zeit sei es laut Deutsche Bahn aber zu keinen nennenswerten Schäden gekommen. „Das Dach befindet sich unter ständiger Kontrolle“, so ein Bahn-Sprecher.

Wie es nun mit dem Dach, das zwischen 2001 und 2007 errichtet und von Star-Architekt Sir Norman Foster konzipiert wurde, weitergeht, ist unklar. Fakt ist, das die Deutsche Bahn unzufrieden mit der nur etwa einen Millimeter starken Teflon-Überdeckung ist. Offenbar denkt man dort sogar über ein neues Dach nach. „Es gibt Überlegungen, wie perspektivisch mit diesem Dach umgegangen wird. Bis dahin wird, wenn notwendig, repariert“, so die Deutsche Bahn

Der Dresdner Hauptbahnhof wurde 1897 eingeweiht und wird immer wieder in Fachmagazinen und auf Internetplattformen zu den schönsten Bahnhöfen Europas gezählt.

Von Sebastian Burkhardt

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