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Der Sommer 2017 in Dresden: Sonnig und zu warm, aber auch windig und regnerisch

Stadt zieht Bilanz Der Sommer 2017 in Dresden: Sonnig und zu warm, aber auch windig und regnerisch

Langsam, aber sicher neigt sich die warme Jahreszeit ihrem Ende entgegen. Grund genug, eine Bilanz unter den Sommer 2017 zu ziehen. Sehr sonnenreich und zu warm war er, aber auch sehr windig und regnerisch.

Der Herbst hält Einzug in Dresden.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Langsam, aber sicher neigt sich die warme Jahreszeit ihrem Ende entgegen. Die Temperaturen werden kühler, die Blätter bunter. Grund genug also, eine Bilanz unter den Sommer 2017 zu ziehen. Sehr sonnenreich und zu warm war er, aber auch sehr windig und regnerisch. Das geht aus Angaben der Stadtverwaltung hervor, die am Donnerstag veröffentlicht worden sind. Demnach fielen 221 Millimeter Regen vom Himmel. Von den immensen Wassermengen, die tief Rasmund Ende Juni mit sich brachte und die für verheerende Überschwemmungen unter anderem in Berlin sorgten, blieb Dresden aber glücklicherweise verschont.

Die Niederschlagsmenge lag nahezu genau auf dem langjährigen Mittelwert.

Die Niederschlagsmenge lag nahezu genau auf dem langjährigen Mittelwert.

Quelle: Stadtverwaltung

Die Mitteltemperatur der Sommermonate erreichte 19 Grad. Das sind 1,65 Grad mehr im Vergleich zum Klimareferenzwert 1961–1990. Der Sommer 2017 ist damit der neuntwärmste seit 1961. Sechs Prozent länger schien die Sonne im Vergleich zu den zurückliegenden 26 Jahren. „Das ist immerhin eine 40-Stunden-Arbeitswoche, die die Sonne in diesem Sommer mehr leistete“, heißt es aus dem Rathaus.

Im Vergleich mit dem langjährigen Mittel war der Sommer 2017 wieder deutlich zu warm.

Im Vergleich mit dem langjährigen Mittel war der Sommer 2017 wieder deutlich zu warm.

Quelle: Stadtverwaltung

Besonders sonnig zeigte sich der Juni. Mit 2,1 Grad mehr gegenüber dem langjährigen Vergleichswert ist er auch der wärmste der drei Sommermonate. Die Julitemperatur lag 1,3 Grad und die Augusttemperatur 1,6 Grad über dem 1961 bis 1990er-Mittel. Insgesamt wurden in Dresden-Klotzsche 39 Sommertage gemessen. An der seit Jahresbeginn laufenden Klimastation in der Neustadt war es deutlich wärmer: hier überschritt das Quecksilber die 25-Grad-Marke an 54 Tagen. Die Anzahl der heißen Tage mit einer Maximaltemperatur von über 30 Grad lag in der Äußeren Neustadt mit 14 Tagen dreimal höher als in Klotzsche mit fünf Tagen.

Dass es in der Neustadt im Durchschnitt 1,4 Grad wärmer war als in Klotzsche, liegt zum einen am Höhenunterschied von etwa 200 Metern. Zum anderen führen Bebauung und versiegelte Flächen – und damit verbunden die Wärmespeicherung, die verminderte Durchlüftung und die Abwärme aus Industrie und Verkehr – zu einer Erhöhung der Temperatur. Um herauszufinden, wie Dresdner mit einer solchen Hitze umgehen, hat die Stadt Anfang August eine Bürgerumfrage zur Klimawandelvorsorge gestartet. Etwa 12 500 per Zufall ausgewählte Personen erhielten dafür per Post einen Fragebogen – mit guter Resonanz.

Zur Halbzeit wurden bereits 3806 Fragebögen ausgefüllt. „Die Beteiligung in Dresden läuft mit 31,2 Prozent Zurücksendungen gut“, sagt Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Das zeige, dass die Bürger die Möglichkeit nutzen, zur Entwicklung und Umsetzung verschiedener Vorsorgemaßnahmen beizutragen. „Wir sind gespannt auf die Ergebnisse und natürlich auch, inwieweit sich diese von anderen Städten unterscheiden“, so Hilbert. Bis zum 30. September läuft die Befragung.

Langsam, aber sicher neigt sich die warme Jahreszeit ihrem Ende entgegen. Der Herbst hat Dresden erreicht.

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Dann hat der Herbst endgültig Einzug gehalten. Am 22. September ist die Tagundnachtgleiche. Danach verkürzen sich die Tage so schnell wie zu keiner anderen Zeit im Jahr – täglich um mehr als drei Minuten. Laut Deutschem Wetterdienst nimmt das Tageslicht im Verlauf des Septembers von 13 Stunden 29 Minuten auf 11 Stunden 42 Minuten ab.

Von Christin Grödel

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