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Lokales Der Promenadenring wird gebaut: Dresden ergrünt
Dresden Lokales Der Promenadenring wird gebaut: Dresden ergrünt
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20:04 22.02.2017
Das „Wasserspiel“ am Dippoldiswalder Platz.  Quelle: Stadtverwaltung
Dresden

 Bis 2020 soll der Westliche Promenadenring fertig sein. Das kündigte Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Bündnis 90/Die Grünen) an. Das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft will im nächsten Jahr den ersten Abschnitt der Promenade an der Marienstraße in Angriff nehmen. 2019 sollen die Gestaltung des Dippoldiswalder Platzes und des südlichen Postplatzes folgen. 2020 soll der nördliche Postplatz gestaltet werden. Laut Projektleiterin Eva Meyer von dem städtischen Amt kostet das Projekt 5,5 Millionen Euro. Drei Millionen Euro seien geplant gewesen, 2,5 Millionen durch zusätzlich beauftragte Vorhaben hinzugekommen. Die Stadt hofft auf Fördermittel.

Jähnigen will den Promenadenring über 2020 hinaus weiter fortsetzen. „Wir wollen ein grünes Band um die Innenstadt legen. Der Stadtrat hat für die weiteren Planungen Gelder eingestellt.“ So gebe es für den Rathausvorplatz schon konkrete Pläne, die aber noch nicht umgesetzt werden könnten, weil die Flächen für die Baustelleneinrichtung der Rathaussanierung benötigt würden. Am Pirnaischen Platz würde es am ehesten gelingen, den Promenadenring fortzusetzen, so Jähnigen. Dort verfüge die Stadt über die erforderlichen Flächen. „Wir wollen aber auch über die Wilsdruffer Straße und den Dr.-Külz-Ring sprechen“, kündigte Jähnigen an.

Granit statt Wasser, Verzicht auf einen Neubau und Verpflanzung von 24 Linden: Das sind die Kernpunkte für den westlichen Promenadenring, der in den Jahren 2018 bis 2020 errichtet werden soll. Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Bündnis 90/Die Grünen) hat jetzt die Planungen vorgelegt.

Für das erste Teilstück des Promenadenrings haben im vergangenen Jahr 25 Büros Wettbewerbsbeiträge eingereicht. Das Berliner Büro plancontext setzte sich mit seinen Vorstellungen durch. „Wir wollen eine Baumreihe zur Marienstraße hin versetzen und mit einem Granitband eine Verbindung vom Dippoldiswalder Platz zum Postplatz schaffen“, erläutert plancontext-Geschäftsführer Uwe Brzezek. Flankiert werde die Gehwegfläche von einem breiten Rasen- und Wiesenband sowie vielen Bänken und Spielflächen.

„Uns war die Aufenthaltsqualität wichtig“, erklärt Meyer. Deshalb soll am Dippoldiswalder Platz der Schalenbrunnen „Wasserspiel“ der Dresdner Künstlerin Leonie Wirth aufgebaut werden, der bis 2004 auf der Prager Straße stand. Am südlichen Postplatz werde ein neues Wasserspiel entstehen, das die Stadtmauer symbolisieren solle. Am nördlichen Postplatz sollen die temporären Pflanzbeete durch feste, leicht erhöhte Anlagen ersetzt werden. Allerdings müsse noch die Debatte darüber geführt werden, ob auf einem etwa zwölf mal zwölf Meter großen Baufeld ein gläserner Kubus errichtet werden solle, so Jähnigen. „Wir haben Pläne mit einem Beet und dem Kubus sowie zwei Beeten ohne Kubus vorgelegt. Die Entscheidung liegt beim Stadtrat“, erklärte sie.

Der Stadtrat muss auch den Planungen für den „Promenadenring West“ zustimmen. In der zweiten Märzwoche beginnt die Diskussion in den Ausschüssen und im Ortsbeirat Altstadt. „Wenn die Stadträte die Planungen bestätigen, werden wir noch in diesem Jahr die Bauleistungen für den ersten Bauabschnitt ausschreiben und ab Frühjahr 2018 die Promenade bauen“, so Jähnigen.

Die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen signalisierte Zustimmung zu den Plänen. „Die weitere Begrünung der Innenstadt ist uns schon lange ein Anliegen“, erklärte Fraktionsvorsitzender Thomas Löser. Die Planungen für den westlichen Promenadenring mit Bezügen zur historischen Befestigungsanlage der Stadt und die Wiederbelebung des Schalenbrunnens halte er für gelungen, so Löser.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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