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Der Dresdner Zwinger bleibt eine große Baustelle

Von der Sempergalerie bis zum Innenhof Der Dresdner Zwinger bleibt eine große Baustelle

Bei der fleckigen Wandbespannung im frisch sanierten Ostflügel der Sempergalerie müssen die Arbeiter noch mal ran. Auch mit der Beleuchtung klappt es im Ostflügel noch nicht so richtig. Da wird jetzt nachgebessert. Doch im Zwinger ist noch viel mehr zu tun. In absehbarer Zeit bleibt er Baustelle.

Teil der Gemäldegalerie Alte Meister im sanierten Ostflügel.

Quelle: Sebastian Kahnert/dpa

Dresden. Eine fleckige Wandbespannung im frisch sanierten Ostflügel der Sempergalerie hatte schon im Februar 2016 einen Schatten auf die Wiedereröffnung eines Teiles der Gemäldegalerie Alte Meister gelegt. Auch mit der Beleuchtung klappt es im Ostflügel noch nicht so richtig. Da wird derzeit nachgebessert. Bis zum 6. November müssen deshalb zwei Kabinette der Dauerausstellung für die Besucher geschlossen bleiben. Doch im Zwinger ist noch viel mehr zu tun. Die weltbekannte Sehenswürdigkeit bleibt in absehbarer Zeit eine Baustelle.

Der Ostflügel der Sempergalerie ist frisch saniert. Seit Februar 2016 kann dort ein Teil der wichtigsten Gemälde der Alten Meister besichtigt werden. Trotzdem wird jetzt am Licht nachgebessert. Warum? Und vor allem: Was kostet das und wer bezahlt es?

„Ursprünglich vorwiegend als Tageslichtmuseum geplant, erwies sich diese Art der Beleuchtung nach Fertigstellung des Ostflügels in der Praxis als nicht ausreichend“, so Stephan Adam, Sprecher der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. „Durch die Verschattung der Fenster, welche notwendig ist, damit es nicht zu Sonnenlichtreflexen auf den ausgestellten Gemälden kommt, gelangt zu wenig Tageslicht in die Räume. Die zur Unterstützung des Tageslichts installierte Deckenbeleuchtung wirkt indirekt und reicht nicht aus, diesen Mangel an Licht zu beheben.“ Deshalb werde jetzt in den seitlichen Kabinetten des 1. Obergeschosses im Ostflügel des Semperbaus in zwei Bauabschnitten ein ergänzendes Lichtschienensystem mit Strahlern installiert. Die neuen Erkenntnisse werden auch bei der Sanierung des Westflügels Berücksichtigung finden. Dort werde nun ebenfalls ein Lichtschienensystem eingebaut, so Adam.

Die Kosten für die Nachrüstung im Ostflügel belaufen sich auf 197 000 Euro. Ein Teil davon wird durch Bundesmittel aus dem Programm „Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Ostdeutschland“ finanziert, der andere Teil aus dem Etat der SKD.

Ist die Ursache für die fleckige Wandbespannung gefunden und wurde diese ausgetauscht?

„Die farblichen Veränderungen der Wandbespannung haben keine äußeren Ursachen, sondern liegen im Material. Ob und wann ein Austausch des Stoffes erfolgt, wird gegenwärtig geprüft, auch mit dem Hersteller des Stoffes“, so die Antwort von Petra Brommer vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement.

Hin und wieder musste seit der Eröffnung des sanierten Ostflügels die oberste Etage der Gemäldegalerie zeitweise gesperrt werden, weil die Klimaverhältnisse den Gemälden nicht zuträglich waren bzw. die Kohlendioxidkonzentration zu hoch war. Was wird unternommen, um das in den Griff zu bekommen?

„Dieses Phänomen trat kurzzeitig auf und wurde gemeinsam mit den SKD ausgewertet. Die Ursache liegt in der Fahrweise der raumlufttechnischen Anlage und hat nichts mit den anstehenden Bauabschnitten zu tun“, erläutert Stephan Gößl, Sprecher des Sächsischen Finanzministeriums.

Eine fleckige Wandbespannung im frisch sanierten Ostflügel der Sempergalerie hatte einen Schatten auf die Wiedereröffnung eines Teiles der Gemäldegalerie Alte Meister gelegt. Auch mit der Beleuchtung klappt es im Ostflügel noch nicht so richtig. Im Zwinger ist noch viel zu tun.

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Ende 2017 sollte die Sanierung des Wallpavillons abgeschlossen sein. Bleibt es bei diesem Termin?

Wie es aussieht nicht ganz. Denn Stephan Gößl, Sprecher des Sächsischen Finanzministeriums, antwortete auf eine entsprechende DNN-Anfrage: „Die gegenwärtige Bautätigkeit im Bereich Wallpavillon beschränkt sich nur noch auf die Bereiche Treppe und Erdgeschoss. Im Frühjahr 2018 werden diese Arbeiten, einschließlich der Wegesanierung, abgeschlossen sein.“ Der Saal des Wallpavillons sei allerdings bereits am 23. August dieses Jahres an den Nutzer, die Sächsische Schlösser, Burgen und Garten gGmbH, übergeben worden.

Wie soll der Wallpavillon genutzt werden?

Das Schlösserland Sachsen hat den Wallpavillon derzeit dem Residenz-Orchester für deren Konzerte zur Verfügung gestellt, erfuhren wir von Schlösserland-Sprecher Uli Kretzschmar. Künftig werde der Saal wie bisher auch für Vermietungen und Veranstaltungen genutzt.

Wie ist der Stand bei der Sanierung des Westflügels der Sempergalerie?

Zum einen werden die Außengerüste von der Westseite zur Nordseite umgesetzt, um die Fenster auszutauschen, die Fassade zu kontrollieren und steintechnisch zu sichern, heißt es aus dem Finanzministerium. Zudem erfolgen Natursteinarbeiten an Sockel und Fenstergewänden. Weitere Arbeiten derzeit sind laut Ministeriumssprecher Stephan Gößl der nichtstatische Abbruch – u.a. der Rabitzdecken im 1. Obergeschoss – und der Deckenbekleidung in den Seitenkabinetten – da hier das Beleuchtungskonzept realisiert wird. Und um später Klimaanlagen einbauen zu können, erfolgt derzeit, so die Auskunft, der Rückbau der elektrische Anlagen im Dachraum und die Beräumung desselben.

Wann soll der Westflügel der Sempergalerie fertig sein und an die Staatlichen Kunstsammlungen zur Nutzung übergeben werden?

„Die Bauarbeiten sollen im IV. Quartal 2018 abgeschlossen sein, die Übergabe an SKD ist ebenfalls für 2018 vorgesehen. Danach wird es eine Einregulierungsphase für die technischen Anlagen geben“, so Gößl. Für die Einrichtung des Westflügels sind dann die Staatlichen Kunstsammlungen zuständig, die auch über den Eröffnungstermin entscheiden.

Wie viel Geld wird in Sanierung, Rekonstruktion, Modernisierung und Umbau des Westflügels gesteckt?

Die Baukosten für die Gesamtbaumaßnahme betragen laut Sächsischem Finanzministerium 49,78 Millionen Euro, davon entfallen auf die Sanierung des Westflügels etwa 18 Millionen Euro.

Wann startet die Sanierung des Innenhofes mit dem Austausch des roten Sandes? Gefährdet doch der besonders scharfkantige Staub des roten Sandes schon geraume Zeit die Kunstschätze im Zwinger.

Bis zu Beginn des Jahres 2018 erarbeitet das Sächsische Immobilien- und Baumanagement in engem Zusammenwirken mit allen Beteiligten eine Bauunterlage, in der alle Belange Berücksichtigung finden, so das Finanzministerium. In der weiteren Planungsphase finden Bemusterungen für die Feinplanung und Ausführung statt. Der Baustart erfolge gegen Jahresende 2018.

Von Catrin Steinbach

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