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Der Doc für die Piste

Mediziner des Universitätsklinikums Dresden betreuen den Ski-Weltcup Der Doc für die Piste

Alexander Disch war selbst mal Biathlet, ehe er sich der Medizin widmete. Heute ist der Unfallchirurg Leiter des Dresdner Universitätswirbelsäulen-Zentrums und steht als Teamleiter an der Piste, wenn am Wochenende der erste Ski-Weltcup am Dresdner Elbufer startet.

 Unfallchirurg Alexander Disch vom Dresdner Universitätsklinikum leitet den Einsatz an der Rennstrecke des Ski-Weltcups am Dresdner Elbufer.
 

Quelle: Junes Semmoudi

Dresden. Beim Freitagstraining für den Ski-Weltcup am Dresdner Elbufer schaut Oberarzt Alexander Disch den Athleten noch gelassen zu. „Ab Samstag wird es wohl nicht mehr so ruhig zugehen“, sagt er. Das ist sicher, denn am Wochenende leitet er ein Team aus 30 Ärzten, Pflegenden, Studierenden und Verwaltungsangestellten des Universitätsklinikums Dresden. Die Arbeitsgruppe ist gemeinsam mit niedergelassenen Arztkollegen für die medizinische Versorgung der Zuschauer und der Weltcup-Athleten zuständig.

Terminplan

Sonnabend: 9.50 bis 11.50 Uhr Qualifikation Einzel, Damen/Herren;

12.20 bis 13.50 Uhr Finalläufe, direkt im Anschluss Siegerehrung

Sonntag: 9.15 bis 10.45 Quali Team-Sprint, 11.15 bis 12.05 Finals, anschließend Siegerehrung

Montag bis Freitag: Schulsport mit Tobias Angerer

Montag: 9 Uhr: Auftritt deutsche Paralympics-Schülermannschaft

Dienstag: 14 Uhr: Junior City Biathlon mit Lasergewehren (SV Altenberg)

Sonnabend 20.1. : 10 Uhr: Sachsencup – Nachwuchsmeisterschaft für sächsische und tschechische Sportler

Sonntag 21.1.: 10 Uhr: Skifahren für Jedermann

„Wir organisieren außerdem die Dopingtests für die Kontrolleure des internationalen Ski-Verbands. Unsere zehn sogenannten ,Chaperons’ begleiten die Athleten von der Ziellinie bis zur Abgabe der Proben im Bellevue-Hotel und lassen sie dabei nicht aus den Augen.“

Hinter dem VIP-Bereich steht das eher unscheinbare Zelt der Mediziner. Vier Rettungswagen stehen rund um die Uhr bereit, ein weiterer wartet in Reserve. Am Streckenrand sind während der Rennen drei Teams verteilt, die mindestens aus einem Rettungssanitäter, einem Arzt und einem freiwilligen Mitarbeiter bestehen. „Um im Falle einer Verletzung auf der Strecke den Personentransport zu gewährleisten, kann ein Allradquad sowie ein Schneemobil zum Einsatz kommen“, sagt Disch. Trotz all des Aufwands wünscht sich der gebürtige Hochschwarzwälder natürlich, dass die großen Zwischenfälle beim Weltcup ausbleiben. „Wenn wir nichts zu tun haben, ist das Wochenende gut gelaufen“, schmunzelt der Mediziner.

Dass der Weltcup erstmals am Elbufer stattfindet, ist eine besondere Herausforderung: „Das gab es noch nie. Wir haben es hier mit neuen Partnern und neuen Wegen zu tun. Die Arbeit hat deshalb einen gewissen Jungfernfahrt-Charakter.“ Dennoch gibt sich der Unfallchirurg optimistisch, dass die Zusammenarbeit gut funktionieren wird.

Alexander Disch hat selbst umfangreiche Erfahrungen mit dem Spitzensport: „Mit zwölf Jahren habe ich mit dem Biathlontraining angefangen und es über ein Jahrzehnt als Leistungssport betrieben.“ Als Jugendlicher zählte der heute 45-Jährige zu den besten Biathleten des Landes und gehörte der Junioren-Nationalmannschaft an. Nach dem letzten Wettkampf als 23-Jähriger hängte er Skier und Gewehr an den Nagel und widmete sich der Medizin.

Dennoch rechnet sich der Leiter des Dresdner Universitätswirbelsäulenzentrums recht gute Chancen beim Charity-Skirennen aus, das das Uniklinikum am Donnerstag auf dem Dresdner Schnee organisiert. Gestartet wird auf einer verkürzten Strecke zwischen Augustus- und Carolabrücke mit jeweils aus drei Skilangläufern bestehenden Staffeln. Geplant sind bis zu 20 Teams. Auch die Direktoren des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie, Klaus-Dieter Schaser und Klaus-Peter Günther, lassen sich die Aktion nicht entgehen. Alle Startenden des Charity-Laufs spenden 35 Euro für das Projekt „Starke Kinder – Gestärkte Familien“.

Schnee für den Skiweltcup in Dresden

Zur Bildergalerie

Von Junes Semmoudi

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