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Lokales Demografiemonitor zeigt, wie Dresden lebt und wächst
Dresden Lokales Demografiemonitor zeigt, wie Dresden lebt und wächst
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10:00 23.07.2018
Im elften Jahr in Folge wurden wieder mehr Dresdner geboren als starben, so dass es einen deutlichen Geburtenüberschuss gab. Quelle: dpa
Dresden

Die Landeshauptstadt wächst weiter: Laut Melderegister hatte Dresden zum 31. Januar 2017 genau 551 089 Einwohner. Das sind 0,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Gezählt werden alle Dresdner Bürger, die ihren Hauptwohnsitz in der Landeshauptstadt haben. Besonders viele Menschen verlegten ihren Wohnsitz – aus anderen Städten oder Dresden – in Stadtteile, in denen in den vergangenen zwei Jahren viel gebaut wurde. Mit 5,3 Prozent Zuwachs führt Wilsdruffer Vorstadt/Seevorstadt-West die Liste an. Dahinter folgen mit 5,1 Prozent die Albertstadt, mit 4,3 Prozent die Südvorstadt-Ost und mit 4,2 Prozent Striesen-Süd.

Insgesamt 42 der 61 Dresdner Stadtteile haben Ende 2017 mehr Einwohner verzeichnet als zur Wende im Jahr 1990. Vom damaligen Stadtgebiet sind die überdurchschnittlichen Gewinner mit 74 Prozent Zuwachs Lockwitz ohne Kauscha, mit 67 Prozent die östliche Südvorstadt, die Äußere Neustadt wuchs um 57 Prozent und die Friedrichstadt mit 55 Prozent auch noch um mehr als die Hälfte. Ein Sonderfall ist die Albertstadt, deren Bevölkerung seit 1990 gar um 291 Prozent zulegte, wobei aber ein besonders niedriger Ausgangspunkt in Betracht gezogen werden muss.

Single-Haushalte sind in Dresden in der Unterzahl. 71,4 Prozent der Dresdner bestreiten mit mehreren Personen ihren Haushalt, also wohnen zusammen und finanzieren ihren Lebensunterhalt gemeinsam. Die durchschnittliche Haushaltsgröße liegt bei 1,8 Personen je Haushalt. Die Zahl der Single-Haushalte sinkt seit 2013. 2017 war ein Viertel der in Single-Haushalten lebenden Dresdner unter 30 Jahre alt.

Im elften Jahr in Folge wurden wieder mehr Dresdnerinnen und Dresdner geboren als starben, so dass mit 1332 Geburten mehr als Sterbefällen es einen deutlichen Geburtenüberschuss gab. 2477 Ehen wurden geschlossen, das war die höchste Zahl seit 1991. 825 Ehen wurden geschieden, mehr als jedes fünfte Paar hatte dabei schon die Silberhochzeit hinter sich. Der Wanderungszuwachs konzentrierte sich weiterhin auf die jungen Erwachsenen der 18 bis 24-Jährigen, während Familien mit Kindern, insbesondere Vorschulkindern, mehr fort- als zuzogen. Durch Umzug innerhalb der Stadt gewannen die Stadtteile Wilsdruffer Vorstadt/Seevorstadt West und Striesen-Süd über 200 Einwohner. Während der Stadtteil Johannstadt-Nord einen Sterbeüberschuss von 171 Menschen hatte, gab es in der Äußeren Neustadt und in Striesen-Süd jeweils einen Geburtenüberschuss von 199 Babys.

Diese und noch weitere Bevölkerungsdaten können unter www.dresden.de/Demografiemonitor abgerufen werden.

Von tg

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