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Lokales Dem Kulturpalast laufen die Mieter weg - Dresden Information und Stiftung Frauenkirche wollen nicht zurück
Dresden Lokales Dem Kulturpalast laufen die Mieter weg - Dresden Information und Stiftung Frauenkirche wollen nicht zurück
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14:35 14.09.2015
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Dresden

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Das stellt Axel Walther, Geschäftsführer der für die Sanierung zuständigen Kommunalen Immobilien Dresden GmbH und Co. KG (KID), vor Probleme. "Der Bau schreitet voran. Ich müsste allmählich wissen, welche Nutzungen geplant sind."

Die Stiftung Frauenkirche hat laut Sprecherin Grit Jandura im Juni 2006 ihr Besucherzentrum im Kulturpalast bezogen. "Wir hatten es als Informationspunkt insbesondere für Reisegruppen eingerichtet. Es bot die Möglichkeit, stündlich bis zu 100 Personen den Film 'Faszination Frauenkirche' vorzuführen."

Mit Baubeginn im Kulturpalast 2013 sei diese Nutzung nicht mehr möglich gewesen. Die Stiftung Frauenkirche habe im Interimsstandort Weiße Gasse ein Ausweichquartier bezogen. Anpassungen im Außenbauwerk der Frauenkirche hätten es im vergangenen Jahr möglich gemacht, die Filmvorführung in das Kirchenbauwerk zu verlegen. "Das wurde von den Besuchern sehr gut angenommen. Deshalb haben wir uns für eine Beibehaltung entschieden", so die Sprecherin.

Das habe Auswirkungen auf die künftige Nutzung der Räumlichkeiten im Kulturpalast. "Die Stiftung arbeitet an einem angepassten Konzept und bindet dafür kirchliche und weltliche Partner ein." Es gebe keine Planungen, die Räumlichkeiten aufzugeben. Das wäre auch schwer möglich: Laut Walther läuft der Mietvertrag noch 20 Jahre. Die Stiftung Frauenkirche habe seinerzeit viel Geld in die Hand genommen, um das Besucherzentrum herzurichten. Diese Investition werde mit den Mietzahlungen verrechnet. "Wir sind zuversichtlich, dass es eine Lösung geben wird, die zum Kulturpalast passt", so Walther.

Während die Stiftung Frauenkirche mit dem Kulturpalast in Verbindung bleibt, wollen die jetzigen Betreiber der Dresden Information nicht in das sanierte Gebäude ziehen. Sie haben den Anlaufpunkt für Touristen im Quartier F an der Frauenkirche etabliert. Das Konzept funktioniert, rund 1,4 Millionen Touristen besuchen den Informationspunkt im Jahr.

Die Räume im QF sind nicht nur repräsentativer, sondern auch wesentlich größer als im Kulturpalast. Doch der Standort der Dresden Information liegt nicht in der Hand der Betreiber, sondern der Stadtverwaltung. Ende 2016 läuft der Betreibervertrag aus, die Leistung soll demnächst ausgeschrieben werden. Dabei definiert die Stadt auch den Ort, an dem die Dresden Information ihr Domizil finden soll.

Die neue Kultur- und Tourismusbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) wird erst im November ihr Amt antreten. Walther hätte gerne früher Klarheit. "Ich bräuchte jemanden, der sagt, was reinkommen soll", sagt er. Es gehe um den Innenausbau der Räumlichkeiten und nicht nur die Frage, wo die Elektriker Steckdosen anbringen sollen. "Sollte eine Gastronomie einziehen, müssten wir völlig neu planen." Eigentlich war das Thema "Gaststätte im Kulturpalast" aus Kostengründen gestrichen worden (DNN berichteten). Doch die Debatte ebbte nie ab und hat nun an Intensität zugenommen. 80 bis 100 Plätze könnten in den Räumlichkeiten der Dresden Information entstehen, schätzt Walther.

Neben einer Gaststätte seien aber auch Besucherzentren von kulturellen Einrichtungen oder eine Ticketzentrale möglich. "Wenn wir zur Übergabe des Hauses im März 2017 keinen veredelten Rohbau in den Räumen haben wollen, müssen wir uns schnell Gedanken machen."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.09.2015

Thomas Baumann-Hartwig

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