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Defekte Türen, Heizungen, Lampen: Gymnasium Klotzsche ärgert sich mit Mängeln in neuer Fertigteilschule herum

Defekte Türen, Heizungen, Lampen: Gymnasium Klotzsche ärgert sich mit Mängeln in neuer Fertigteilschule herum

"Die Außentür zum Haupteingang war monatelang kaputt, stand deshalb meist offen und verursachte bei der Kälte in diesen Tagen natürlich höhere Heizkosten", erklärt Jens Rieth, der stellvertretende Schulleiter.

Ärgernis 1: defekte Türen

Die Tür sei wiederholt repariert worden - ohne dauerhaften Erfolg. Der letzte Versuch liegt nun zwei Tage zurück. "Jetzt haben wir wie bei mehreren Rauchschutztüren den umgekehrten Fall vorliegen. Die Tür fällt jedes Mal mit einem lauten Knall ins Schloss", berichtet Rieth.

Ärgernis 2: kalte Heizungen

Mehrere Räume erreichen nach Informationen des Pädagogen nur eine Temperatur von 16, 17 Grad Celsius, weil die Heizkörper nicht wirklich warm werden. Das betrifft zum Beispiel den Chemievorbereitungsraum, das Arztzimmer und die Jungentoilette im ersten Obergeschoss.

Ärgernis 3: kaputte Beleuchtungen

"Die Außenleuchte am Haupteingang ist schon seit 16. Januar kaputt - genau einen Tag, nachdem sie komplett ersetzt worden ist", ärgert sich Hausmeister Michael John. Dafür brenne das Licht in einem der Obergeschosse ununterbrochen.

Ärgernisse 4, 5, 6...: undichtes Fenster, ungeschützte Kabel, nicht beschriftete Sicherungen...

John berichtet bei einem kleinen Rundgang durchs Schulhaus über zahlreiche weitere Baumängel: Ein Fenster im Musikraum schließt nicht richtig, die Verriegelung greift nicht. Für Schüler, die am Fenster sitzen, geht es also recht zugig zu. Gleichfalls im Musikraum baumeln Kabel von den Tischen herab. Sie sind nicht im Fußboden verlegt worden, so dass Schüler darüber stolpern könnten. Im einzigen Elektroschrank der Schule mit ihren 20 Räumen hat man vergessen, die Sicherungen zu beschriften. Niemand weiß daher, welche Sicherung zu welchem Zimmer gehört. "Wir probieren das im Zweifelsfall aus", meint John. Ein Unding sei auch, dass sich die Dachluke nicht verschließen lasse wie eigentlich vorgeschrieben und Schüler theoretisch ungehindert aufs Dach klettern könnten.

"Das nervt", resümiert Jens Rieth. Eigentlich seien die Firmen, vor allem der nach eigenen Angaben "Profi für Stahlhallen", die Firma Deutsche Industriebau, verpflichtet, Defekte an der Heizung und der Beleuchtung binnen 24 Stunden zu reparieren. "Mitunter dauert es jedoch Wochen, bis jemand erscheint, und oft kommt gleich gar keiner", berichtet er. Manches gehe erneut kaputt, kaum dass es repariert sei. Rieth fragt sich besorgt, wie das Gebäude wohl in drei Jahren aussehen mag, wenn schon nach ein paar Monaten derart viele Reparaturen nötig seien. Immerhin soll die Fertigteilschule sieben Jahre (plus x) stehen. "Billig gekauft ist zweimal gekauft", resümiert denn auch Schulleiter Frank Haubitz. Die Kosten für die Errichtung der "Containerburg" hatte die Stadt mit 730000 Euro, den Preis für den Abbau mit 213000 Euro beziffert. Die Mietkosten für sieben Jahre liegen bei geschätzten 2,9 Millionen Euro.

Schon der Start im September war nicht einfach: "Zwölf Räume waren nicht nutzbar, weil damals schlicht und ergreifend Tische, Stühle und auch Schränke fehlten", so Rieth. Und in sämtlichen Fachkabinetten sei die Technik noch nicht installiert gewesen.

Was die aktuellen Ärgernisse anbelangt, hat das zuständige Hochbauamt den säumigen Firmen jedenfalls gedroht, Schadenersatz zu fordern bzw. auf deren Kosten andere Firmen mit der Beseitigung des Schadens zu beauftragen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.01.2013

Katrin Richter

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