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Lokales Dauerbetrieb für alle Straßenlaternen in Dresden
Dresden Lokales Dauerbetrieb für alle Straßenlaternen in Dresden
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10:33 17.02.2017
2002 hatte der Stadtrat aus Kostengründen entschieden, dass im Stadtgebiet ab 23 Uhr jede zweite Straßenlaterne abgeschaltet wird.  Quelle: picture alliance / dpa
Dresden

 In der Innenstadt, der Neustadt und angrenzenden Teilen der Leipziger und der Radeberger Vorstadt sind die Straßenlaternen nachts wieder durchgängig in Betrieb. Das erklärte am Donnerstag Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhart Koettnitz. Ab Mittwoch, 22. März, soll auch die Straßenbeleuchtung in der Südvorstadt und Friedrichstadt die ganze Nacht hindurch anbleiben. Bis Mitte 2017 schafft das Straßen- und Tiefbauamt im übrigen Stadtgebiet die technischen Voraussetzungen für die durchgehende nächtliche Straßenbeleuchtung.

2002 hatte der Stadtrat aus Kostengründen entschieden, dass im Stadtgebiet ab 23 Uhr jede zweite Straßenlaterne abgeschaltet wird. „Die Resonanz war gespalten“, erinnert sich Koettnitz, „es gab auch Leute, die sich gefreut haben, dass es in ihrem Schlafzimmer nicht mehr hell ist.“ Bei Bürgersprechstunden sei in vergangener Zeit das Thema immer häufiger angesprochen worden, erklärte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). „Ich freue mich, dass der Stadtrat die Mittel zusätzlich eingestellt hat. Ich hoffe sehr, dass diese Maßnahme dazu beiträgt, das subjektive Sicherheitsempfinden zu erhöhen."

300 000 Euro hat der Stadtrat für dieses Jahr im Haushalt bereitgestellt, rund 180 000 Euro fließen für die bis Ende März geplanten Stadtgebiete, so Koettnitz. „Wir können also noch 120 000 Euro ausgeben und überlegen, wie wir das technisch umsetzen.“ Mit einem einfachen Knopfdruck sei es nicht getan, die Stadtbeleuchtung habe eine durchaus komplexe Struktur. 46 921 Leuchten gibt es in Dresden, der Stromverbrauch liegt bei 15,1 Millionen Kilowattstunden. Für das Ende der Nachtabschaltung müssten Schaltuhren und funkgesteuerte Geräte neu justiert werden.

Fest steht: Ab 1. Januar 2018 werden die Laternen im gesamten Stadtgebiet leuchten. Die SPD-Fraktion hatte zwar gefordert, das Licht nur dort anzulassen, wo es zur Vorbeugung von Straftaten erforderlich ist. „Aber der Stadtrat hat uns die Summe bewilligt, die wir für das gesamte Netz benötigen“, erklärte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen). Außerdem, so Koettnitz, sei es schwierig, in einzelnen Straßenzügen das Licht brennen zu lassen und in anderen nicht.

Lothar Klein, sicherheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, erinnerte an den Antrag „Verzicht auf Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung“, den die Christdemokraten 2015 in den Stadtrat eingebracht hatten. „Den hat die rot-grün-rote Mehrheit abgelehnt und einen langwierigen Prüfauftrag ausgelöst. Jetzt sollen alle Leuchten durchgängig betrieben werden. Das hätten wir auch schon im Januar 2016 haben können, wenn es der Stadtratsmehrheit um Sachpolitik gehen würde.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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