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Das fünfköpfige A-cappella-Ensemble Blended schaffte einen Karriere-Blitzstart

Von Null auf die große Bühne Das fünfköpfige A-cappella-Ensemble Blended schaffte einen Karriere-Blitzstart

A-cappella ist ja bekanntlich das schwerste und zugleich ehrlichste Genre in der Musik. Keine Instrumente, keine Verzerrung, kein Schnickschnack - hier ist echtes Gesangstalent gefragt. Das Ensemble Blended hat sich der A-cappella-Musik mit Leib und Seele verschrieben - und das zurecht.

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Vor 2500 Menschen performte das Ensemble Blended beim "Jugend kulturell Förderpreis A Cappella". Nun wollen die Musiker wieder "back to the roots".

Quelle: PR

Dresden. A-cappella ist ja bekanntlich das schwerste und zugleich ehrlichste Genre in der Musik. Keine Instrumente, keine Verzerrung, kein Schnickschnack - hier ist echtes Gesangstalent gefragt. Das Ensemble Blended hat sich der A-cappella-Musik mit Leib und Seele verschrieben - und das zurecht. Die fünf Mitglieder aus Dresden, Hamburg, Berlin und Stuttgart proben fleißig an neuen Arrangements und haben es seit Ende vergangenen Jahres karrieretechnisch weiter geschafft, als sie es sich hätten träumen lassen.

Alles begann, wie so oft im Leben, durch einem Zufall. Die Dresdner Musiker Jana, Nina und Victor studieren gemeinsam an der Hochschule für Musik in Dresden - und zwar Jazz-, Rock- und Popgesang. Für ein Konzert in Hamburg suchten sie im vergangenen Jahr nach Sängern. Eine große Herausforderung, denn sie wollten sich dem Genre A-cappella zuwenden. Sie trafen auf Basssänger Peter und Beatboxer Robeat, die für den Auftritt zusagten und die Dresdner spontan unterstützen. "Wir haben es einfach ausprobiert, uns kurz vorm Auftritt getroffen und gehofft, dass es funktioniert", erzählt Nina Catriona Emerson, Sopranistin aus Dresden. Und es passte. Ein neues Ensemble war geboren.

Der Name Blended entstand beim Brainstorming kurz vor dem Auftritt - denn ohne Namen wollten die Fünf nicht auftreten. Das englische Wort bedeutet zum einen "zusammengemixt". "Das passte perfekt, denn wir kommen alle aus verschiedenen Musikbereichen", so Tenor Victor. Zum anderen wird das Wort "blending" im Chor benutzt, wenn es darum geht, einen gemeinsamen Klang zu finden. "Insofern passt doch beides zu uns", so Nina zwinkernd. In ihren Augen ist die fünfköpfige Band auch eine kleine Patchworkfamilie, denn die Mitglieder aus Dresden, Hamburg, Berlin und Stuttgart müssen weite Reisen auf sich nehmen, um gemeinsam zu proben. Etwa aller vier Wochen nehmen sich die Musiker deshalb Zeit für ihr Herzensprojekt und proben dann mehrere Tage intensiv.

Doch warum gerade A-cappella, wenn sie doch alle in anderen Musikrichtungen unterwegs sind? "Ein A-cappella-Ensemble zu sein, bedeutet auch, ein kleiner Chor zu sein. Instrumente und Solos werden komplett von Stimmen übernommen - das ist faszinierend", erklärt Victor. Die Musiker kennen sich untereinander erst seit knapp einem Jahr und wachsen durch jeden weiteren Auftritt zusammen. Ihr großes Vorbild ist die fünfköpfige A-cappella-Gruppe Pentatonix aus Texas, die seit 2011 das Genre mit aktuellen Hits einem breiten Publikum wieder bekannt und beliebt machte.

Zu Beginn coverten Blended einige Lieder der Vorbild-Band, nun wollen sie sich an eigene Arrangements setzen. Im Frühjahr bewarben sie sich auf gut Glück bei dem anerkannten Wettbewerb "Jugend kulturell Förderpreis A Cappella". Nur aller vier Jahre gibt es diesen Preis für das besondere Genre, also entschlossen sie sich, es zu versuchen. "Wir hatten nicht den Sieg im Sinn, sondern wollten schauen, wie wir beim Publikum und der Jury ankommen", erklärt Victor. Bei einem Vorentscheid in Stuttgart siegte das junge Ensemble und heimste gleich noch den Publikumspreis ein. "Das war so überwältigend und wir waren so glücklich", denkt Nina zurück.

Von der großen Bühne ging es zum Finale auf eine noch größere. Vor 2500 Menschen kämpften sie Anfang November gegen vier andere A-cappella-Bands. Dort gab es erhebliche Probleme mit dem Sound. "Wir sind sonst immer nur im kleinen Rahmen aufgetreten und plötzlich war alles so riesig", erzählt Victor. Irgendwie sei der Wurm drin gewesen, einige der Mitglieder hörten sich selbst nicht - der Versuch des Siegs scheiterte. "Natürlich haben wir uns geärgert, aber wir haben auch daraus gelernt", sagt Nina. Zum einen wollen die Musiker wieder auf kleinere Bühnen zurück und zum anderen soll ein Tontechniker angestellt werden, der in die Gruppe integriert ist. "Wir wollen uns sicher und wohl auf der Bühne fühlen und wenn das bedeutet, erst einmal ein paar Schritte zurückzugehen, dann tun wir das auch", so Victor.

Der Wettbewerb war trotz den Problemen ein Ansporn für die fünfköpfige Band, deren Mitglieder in ganz Deutschland verteilt sind. "Wir haben vor, eine Mini-Tour durch unsere Heimatstädte zu machen", erzählt Nina. Außerdem hegen die Musiker den gemeinsamen Traum, eine eigene CD mit ihren Arrangements aufzunehmen. Am wichtigsten ist ihnen, den Spaß an der Musik nie zu verlieren. "Wir sind eine Mischung aus Seriösität und Quatschköpfen! Hauptsache ist, dass viel gelacht wird", sagt Victor. Den großen Erfolg, der kann erst einmal warten, denn die Luft da oben haben sie schon geschnuppert.

Juliane Just

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