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Dresden Lokales Das Sabotage hat jetzt eine große Schwester namens "TBA"
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10:39 02.11.2015
Harald Köhler (l). und Christoph Töpfer haben mal eben in drei Wochen einen neuen Club zusammengezimmert, in dem 24 Stunden lang gezappelt werden darf. Quelle: C. Fritzsche
Dresden

Zur Begrüßung gab's Techno statt Gerberas: Letzte Woche Samstag erinnerte in Dresdens neuestem Stern am Nachthimmel "TBA" wirklich nichts mehr an seinen Vorgänger - das "Flower Power". Hinter dem mysteriösen Platzhalter "TBA" versteckt sich ein frisch gebackener Club, dessen Name auch gleich Programm ist. "To be announced" meint in diesem Fall wirklich, was es verspricht. "Bleibt gespannt und haltet die Augen auf! Hier passieren immer neue Dinge", kündigt Christoph Töpfer die Vorhaben an. Gemeinsam mit Harald Köhler hat er zum 1. Oktober die location-zugehörige GmbH erworben und innerhalb von nur drei Wochen haben die beiden mitsamt fleißiger Helferlein aus der Flower-Power-Blümchen-Welt eine 1A Untergrund-Höhle erschaffen.

"Wir wollten keinen Tag länger mit der Eröffnung warten, auch wenn noch nicht alles fertig ist", gibt Christoph zu verstehen. Schließlich sei jetzt Club-Hauptsaison und die müssten sie von Anfang an nutzen. Hier spricht doch ein alter Hase?! Korrekt! Denn Christoph und Harald betreiben nebenher schon seit fünf Jahren das "Sabotage" auf der Bautzner Straße.

Die beiden Clubs sollen sich jedoch keinesfalls gegenseitig das Publikum wegnehmen. Das "Sabo" bekommt also nur Verstärkung in Form eines Kontrastprogramms. Soll heißen: An den Wochenenden kommen sich die beiden Clubs musikalisch nicht in die Quere. Außerdem ist angedacht, dass die Partys im TBA länger, größer und lauter werden. "Im Sabotage haben wir oft Probleme mit der Nachbarschaft und müssen früh morgens die Musik ausmachen", gibt Christoph zu verstehen. Dieses Problem hat die neue Location nicht.

Ganz besonders freuen Harald und er sich schon auf Hardtekk und Goa-Partys, die sie im Sabotage bisher noch nie nach ihrem Geschmack umsetzten konnten. Geschuldet sei dies unter anderem der nicht ganz so optimalen Dekorationssituation. Dafür lassen sie es in ihrem Nachwuchs-Club gleich doppelt krachen. Der Störfaktor "Nachbarschaft" quängelt im neuen zu Hause nämlich auch nicht mehr. Getrost dürfen leidenschaftliche Partygänger im TBA so lange feiern wie sie wollen (und wie die Club-Crew das will). Rein theoretisch ginge das dann 24 Stunden am Stück. "Wir wollen mit unserem neuen Projekt gerne eine neue Feierkultur in Dresden etablieren. Eine, wo man auch noch vormittags tanzen gehen und eine Afterhour erleben kann", erzählt Christoph.

Also einmal alles überpinselt und schon erinnert nichts mehr an den 70er Jahre Hippie-Tempel von vorher. Neben dem neuen Anstrich, hat sich auch die Größe der Tanzfläche gemausert. Gelegenheiten zum Verschnaufen gibt es trotzdem genügend. Nämlich in wabenförmigen Sitzmöglichkeiten. Nur die Bar, die haben die beiden in einen anderen Raum verbannt. "Es war uns wichtig, Bar und Tanzfläche zu trennen", erklärt Christoph. Zum einen benötige die Bar ganz anderes Licht. Die Leute hinterm Tresen könnten zudem durch geringere Lautstärke besser arbeiten und zum anderen fiele das Eintauchen in eine andere Welt den Clubgängern dann leichter. "Wenn du die ganze Zeit von Leuten, die an der Bar stehen und Bier trinken, angestarrt wirst, bist du gehemmter und kannst dich nicht so der Musik hingeben", findet Christoph.

Außerdem haben die zwei Bauherren einige Wände einreißen lassen, andere wieder hochgezogen und mit jeder Menge schwarzer Farbe ein neutrales Ambiente geschaffen. "Wir möchten damit Crews und Veranstaltern die Möglichkeit geben, eigene Deko-Ideen unterzubringen und nichts vordefinieren", sagt Christoph. Vor allem mit bewegtem Licht und ausgeklügelten Visuals wollen sie im TBA zukünftig arbeiten.

Der Zuspruch, den die zwei Clubbetreiber bereits jetzt von Veranstaltern, Crews und Djs bekommen, ist hoch. "Das Sabotage bleibt weiterhin unser Baby. Ohne die Erfahrungen von dort hätten wir diesen Schritt nicht gewagt", sind sich die beiden einig. Denn mit dieser Erfahrung können Harald und Christoph schon heute alle Wochenenden im Oktober und November füllen. Ab Dezember sollen dann sogar Feiern und Konzerte unter der Woche folgen. Auf dem Programmplan stehen dabei namenhafte Acts wie Savaggio oder Heimlich Knüller. Ein Einlassstopp, mit dem die Crew im Sabotage häufig zu kämpfen hat, wird es trotz hochkarätigem Line-Ups dank mehr Tanzplatz so schnell nicht mehr geben. Nur die Blicke an der Tür, die müssten gegenüber dem Sabotage noch etwas verschärft werden. "Wir befinden uns hier sozusagen auf dem Präsentierteller", weiß Christoph. "Der Bahnhof Neustadt ist da schon ein heißes Pflaster. Wir müssen hier aufpassen." Die Erfahrung müssten sie eben machen.

Letztendlich überwiegt die Vorfreude in allen Dingen. Das kommende Party-Wochenende steht ganz im Zeichen schneller Bässe. Mit Weser holt sich das TBA hohen Besuch aus dem Hause Narkotek in die eigenen vier Wände. Mitgebracht hat der jede Menge Hardtekk und Tribe genau wie die Jungs, die ihm zur Seite stehen. Denn mit von der Part(y) sind außerdem Format C, T3KKed und DJ Hezze. Los geht's 23 Uhr. Bleibt nur noch eins zu wünschen: Ganz viel Spaß!

Der Nachtclub "TBA" befindet sich am Schlesischen Platz 1 in der Neustadt. Mehr Details zu den kommenden Partys gibt es im Internet unter www.tba-dresden.de.

Laura Thiele

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