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Das SUFW in Dresden bereitet Flüchtlinge auf den Berufseinstieg vor

Arbeit und Sprache Das SUFW in Dresden bereitet Flüchtlinge auf den Berufseinstieg vor

Rund 200 Asylsuchende sind derzeit beim Sächsischen Umschulungs- und Fortbildungswerk in Dresden beschäftigt. In sogenannten Arbeitsgelegenheiten – oder kurz: „Ein-Euro-Jobs“ – sollen sie auf eine mögliche Berufsausbildung oder den Einstieg in das Arbeitsleben vorbereitet werden.

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SUFW-Vorstandsvorsitzender Frank-Müller Eberstein, SUFW-Geschäftsführer Martin Seidel und Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP).

Quelle: Sebastian Burkhardt

Dresden. Es ist nicht viel, aber es Hilft wesentlich bei der Integration: rund 200 Asylsuchende sind derzeit beim Sächsischen Umschulungs- und Fortbildungswerk in Dresden e.V. (SUFW) beschäftigt. In sogenannten Arbeitsgelegenheiten (AGH’s) – oder kurz: „Ein-Euro-Jobs“ – sollen sie auf eine mögliche Berufsausbildung oder den Einstieg in das Arbeitsleben vorbereitet werden.

Gemeinsam mit rund 400 deutschen Langzeitarbeitslosen führen sie einfache Tätigkeiten in den Bereichen Gewerbe, Technik, Handwerk und Gärtnerei aus. „Bei uns wird die Integration gelebt“, erklärte SUFW Geschäftsführer Martin Seidel. Sein Verein bietet als einziger Bildungsträger in Dresden eine komplette Betreuung von Flüchtlingen an, wenn diese der Stadt zugeteilt werden, bis hin zu einer möglichen Berufsqualifikation.

Parrallel zu den AGH’s finden seit Dezember 2016 auch Deutschkurse für die Asylbewerber statt. „Sprachausbildung und Berufsorientierung zu kombinieren ist ein sehr gutes Modell“, sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) bei seinem Besuch des SUFW am Freitag. Der Verein sei ein sehr professioneller und bewährter Partner der Stadt Dresden beim Thema Integration, nicht nur bei Flüchtlingen.

Dennoch wollte sich der Oberbürgermeister „ein aktuelles Bild“ von der Integrationsarbeit machen. Nachdem Hilbert an einem Deutschkurs für Geflüchtete teilnahm, schaute er sich auch das Ergebnis eines Langzeitprojektes an, bei dem Flüchtlinge gemeinsam mit deutschen Langzeitarbeitslosen einen verfallenen Bahnwagen restauriert haben.

Das aktuelle Konzept des SUFW gehe laut Hilbert gezielt die derzeitigen Herausforderungen an, nämlich Sprache und Qualifikationen gleichzeitig zu vermitteln. Das SUFW ist mit rund 250 Beschäftigten der größte Bildungs- und Beschäftigungsträger in Dresden. Seit 2013 nehmen sich die Verantwortlichen auch aktiv der Flüchtlingsproblematik an, betreuen derzeit insgesamt rund 700 Asylsuchende in der Stadt.

Das die Arbeit erfolgreich ist, zeigte unter anderem Amir El Khalil, der nach seiner Beschäftigung beim SUFW als erster Flüchtling einen festen Arbeitsplatz bei den Dresdner Verkehrsbetrieben erhielt (DNN berichteten). Doch der Weg dort hin ist lang und nicht einfach. Derzeit schätzt Geschäftsführer Seidel fünf bis sechs seiner rund 200 beschäftigten Asylsuchenden als Ausbildungsbereit ein. „Das ist aber erst der Anfang, die Zahl wird bis zum Start des Ausbildungsjahres noch steigen“, so Seidel.

Von sbu

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