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Dresden Lokales Das Kreiswehramt wird zum Karrierecenter
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22:42 09.09.2015
Im Kreiswehrersatzamt in Strehlen will die Bundeswehr ein "Karrierecenter" einrichten.

Von nadine Steinmann

Doch wann und wie das geschieht, bleibt vorerst unklar. "Wir wissen derzeit noch nicht, wann die Auflösung der alten und die Einrichtung der neuen Dienststelle beginnen wird", berichtet Behördenleiterin Birgitt König.

Bis es so weit ist, versuchen die 63 Mitarbeiter im Kreiswehrersatzamt, Freiwillige für die Bundeswehr zu gewinnen. Einer von ihnen ist Leutnant Jens Hoffmann: Regelmäßig ist er im Bildungszentrum der Agentur für Arbeit zu Gast und informiert die Schüler über den Arbeitgeber Bundeswehr. Auch bei der "Karrierestart"-Messe im Januar war er vertreten. Immerhin 409 Freiwillige haben er und seine Kollegen so im vergangenen Jahr gewinnen können.

Dies ist freilich kaum noch zu vergleichen mit DDR-Zeiten, als mehrere Tausend junge Wehrpflichtige pro Jahr in dem - zwischen 1935 und 1938 von Hygienemuseums-Architekt Wilhelm Kreis ursprünglich als Luftgaukommando konzipierten - Gebäudekomplex gemustert wurden. Durch die niedrigeren Einberufungsquoten der Bundeswehr war die Zahl der Rekruten hier allerdings bereits in den Nachwendejahren immer mehr gesunken.

Im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr hatte der Bund in einem Beschluss am 26. Oktober 2011 schließlich festgelegt, dass sämtliche Kreiswehrersatzämter aufgelöst werden sollen. Für den Standort Dresden ist nun das besagte Karrierecenter geplant. Es soll vor allem über den Arbeitgeber Bundeswehr informieren.

Wie in Zukunft freiwillige Wehrdienstleistende gewonnen werden sollen, ist noch unklar - an einem Konzept werde aber bereits gearbeitet, versicherte Behördenleiterin König. "Wir versuchen, den Übergang in die neue Struktur so sozialverträglich wie möglich zu gestalten. Außerdem bietet das Karrierecenter auch wieder neue Arbeitsplätze", betonte sie.

Aber nicht nur das Kreiswehrersatzamt gehört zum Bundeswehrkomplex in Strehlen. Das komplette Areal besteht aus mehreren Dienststellen. Dazu gehören noch das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum, Teile des IT-Amtes der Bundeswehr, das Kompetenzzentrum für Informationstechnologie, die Landesgeschäftsstelle des Reservistenverbandes und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Für diese Behörden sind allerdings bislang noch keine neuen Pläne bekannt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.02.2012

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