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Lokales Das Klinikum Neustadt bietet jetzt auch Plastische, Brust- und ästhetische Chirurgie an
Dresden Lokales Das Klinikum Neustadt bietet jetzt auch Plastische, Brust- und ästhetische Chirurgie an
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23:51 09.09.2015
Als eine der ersten Patientinnen profitierte Liane Knopf aus Merseburg von der neuen Expertise, die Dr. Sönke Eger an das Krankenhaus Neustadt gebracht hat. Nach einer Herz-OP litt die 78-Jährige an einer Brustbein-Infektion. Das von Keimen zerstörte Gewebe musste in einem dreistündigen Eingriff ersetzt werden. Quelle: Carola Fritzsche

Ein Glücksfall für Liane Knopf. Als eine der ersten Patientinnen profitierte die aus Merseburg stammende Seniorin von der neuen Expertise des Städtischen Klinikums.

Liane Knopf bekam im vergangenen November am Herzzentrum Halle drei Bypässe und eine biologische Aortenklappe. Der Heilungsprozess aber verlief nicht wie geplant. Wie vier Prozent aller Patienten bildete sich am Brustbein der 78-Jährigen eine Infektion. Der Knochen und alle Organe drumherum wurden von Keimen befallen, in der Brust der Seniorin klaffte ein großes Loch, das das Herz und die Lungen freilegte. Die Situation war lebensbedrohlich. Im März wurde Liane Knopf schließlich ins Neustädter Klinikum verlegt.

Einen OP-Marathon von vier Eingriffen musste die Merseburgerin über sich ergehen lassen. Im finalen wurde das Loch schließlich mit Gewebe aus dem Rücken gestopft. 18 Tage liegt diese OP jetzt zurück, Liane Knopf ist von den Strapazen kaum noch etwas anzumerken. "Fünf Monate war ich jetzt insgesamt im Krankenhaus. Es war eine lange Zeit, aber es hat sich gelohnt", sagt die 78-Jährige, die sich auf ihre bevorstehende Entlassung und vor allem auf ihren Garten freut.

"Das Beispiel von Frau Knopf zeigt das breite Spektrum der ästhetischen Chirurgie. Wir behandeln kranke Leute und solche, die sich verschönern wollen", erklärt Dr. Eger. Einen Schwerpunkt hat er auf die Brustchirurgie gelegt, vor allem wenn es darum geht, die Brust nach einem Krebsleiden wieder aufzubauen. Zum Arbeitspensum gehören zudem Rekonstruktionen, zum Beispiel bei offenen Brüchen und Verbrennungen oder bei Hautkrebstumoren, die das Gewebe zerstört haben. Auch die Adipositaschirurgie - also körperstraffende Eingriffe nach enormem Gewichtsverlust - macht einen großen Teil der Arbeit von Dr. Eger und seinem Team aus. "Patienten wie Frau Knopf sind einfach dankbar, wenn sie ihr Leben wieder in die Hand nehmen können. Das ist meine Triebfeder für diesen Job", so der 44-Jährige.

Anspruchsvoller seien da schon die Patienten, die sich ohne medizinischen Grund unters Messer legen. Vor allem Brustvergrößerungen bzw. -verkleinerungen, Facelifts, Fettabsaugungen sowie Ober- und Unterlid-Straffungen werden von den Patienten, die zu 65 bis 70 Prozent weiblich sind, nachgefragt. Aber nicht jeden Wunsch erfüllt Dr. Sönke Eger. "Ich habe den Luxus, Patienten auch wegschicken zu können. Ich muss keine Praxis unterhalten und kann Aufträge ablehnen. Die Kunst ist es nicht zu entscheiden, wen man operiert, sondern wen man nicht operiert", sagt der Facharzt.

Zu seinem eigenen Dauer-Patienten wird Dr. Eger jedenfalls nicht: "Dafür habe ich viel zu viel Angst vor Spritzen. Außerdem: Je mehr man mit Schönheit zu tun hat, desto mehr schätzt man das Perfekte im Unperfekten. Ich möchte keinen perfekten Menschen schaffen, sondern jemanden, der natürlich aussieht."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.04.2015

Christin Grödel

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