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Lokales Das „DVB-Hochhaus“ verliert Anfang nächster Woche seinen Namen - alte Leuchtreklame wird demontiert
Dresden Lokales Das „DVB-Hochhaus“ verliert Anfang nächster Woche seinen Namen - alte Leuchtreklame wird demontiert
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17:13 09.09.2015
Die Tage des gelben Schriftzuges sind gezählt. Quelle: Dietrich Flechtner

Die Tage des gelben Schriftzugs hoch über der Antonstraße zwischen dem achten und dem neunten Stockwerk des Hauses sind gezählt. Ab Montag oder Dienstag soll er abgenommen werden, sagte Sven Schirmer auf DNN-Anfrage. Was dann mit dem 16 Buchstaben der Leuchtreklame passiert, sei noch nicht entschieden, ließ Investor Peter Simmel über seinen Sprecher wissen. Sie sollen jedenfalls erst einmal sicher gelagert werden. Denkbar sei eine Versteigerung der einzelnen Lettern. Sie könnten aber auch ins Museum kommen.

Archiv: Einblicke in die Baustelle am Albertplatz:

Das wünschen sich die Verantwortlichen der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB). „Wir sind durchaus interessiert, die Modalitäten legt aber der Eigentümer fest“, sagte DVB-Sprecher Falk Lösch. Sollten die Buchstaben versteigert werden, sei aber nicht ausgeschlossen, dass das Unternehmen einen Rückzieher macht. „Das geht nicht um jeden Preis“, schränkte Lösch ein. Dennoch – im Straßenbahnmuseum an der Trachenberger Straße würde sich der Schriftzug sicher gut machen. Dort hängt auch schon die deutlich kleinere „Verkehrsbetriebe“-Leuchtreklame, die früher über dem Hochhaus-Haupteingang an der Antonstraße montiert war.

Am Montag oder Dienstag wird der Schriftzug des Wahrzeichens abmontiert. Quelle: Dietrich Flechtner

„Eine Zeit lang gab es nur die Schrift unten, denn die Verkehrsbetriebe waren ja nicht Eigentümer des Hochhauses“, weiß Siegfried Hansel, Archivar bei den DVB. Er ist der Herr über alle historischen Fotos und Dokumente des Unternehmens, darunter jede Menge Hochhaus-Bilder. Dazu gehören auch die zwei Aufnahmen, die das Gebäude im März 1945 und am 24. März 1953 zeigen. Hansel weiß: Es gibt auch ein Foto, das dem Bild vom Kriegsende ähnelt, nur ist dort auch der Bomber zu sehen, der in den zweiten Stock des Anbaus an der „Königsbrücker“ gestürzt war. „Der Bug des Flugzeugs steckte in dem großen Loch, das Heck lag auf der Straße“, beschreibt er das Foto, das leider nicht in seinem Archiv liegt. „Das Hochhaus hat nie einen Bombentreffer abbekommen, es ist nur ausgebrannt“, berichtet Hansel. Das war schließlich der Hauptgrund dafür, dass dort die Verkehrsbetriebe-Verwaltung einziehen konnte. 52 Jahre lang wurde es von den DVB genutzt, bevor das Unternehmen Mitte der 1990er nach Trachenberge zog. „Verkehrsbetriebe-Hochhaus“ heißt es noch immer.

Christoph Springer

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