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Lokales Dachschaden am Gotteshaus
Dresden Lokales Dachschaden am Gotteshaus
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18:01 17.05.2018
Dachdecker haben Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Weithin sichtbar überragt der Turm der Himmelfahrtskirche in Leuben sein Umfeld. Bis zur Spitze sind es 75 Meter, da wirken auch die nahen Hochhäuser an der Zamenhofstraße noch vergleichsweise klein. Bis ganz noch oben geht es für die Handwerker vom Betrieb Bedachung Meschwitz an diesem Tag nicht. Ganz so weit würde nicht einmal der mobile Kran sie hinaufheben können, den die Dachdecker am Mittwoch neben dem Gotteshaus aufgebaut haben. Für sie genügt eine Höhe von etwas mehr als 50 Meter – dort, wo das Sturmtief Friederike im Januar sichtbare Schäden am Dach des Kirchturms hinterlassen hatte.

Seit mehr als 100 Jahren trotzt die Himmelfahrtskirche in Leuben Wind und Wetter, überstand auch die beiden Weltkriege beinahe unbeschädigt. Als vor wenigen Monaten Friederike über Dresden stürmte, blieb auch das für die Neogotik charakteristische spitze, steile Turmdach der um die Jahrhundertwende nach Plänen des Dresdner Architekten Karl Emil Scherz erbauten Kirche nicht verschont. Einige Schiefer der Eindeckung, sagt Uwe Meschwitz, der Inhaber der ausführenden Firma, hat das Sturmtief mit heruntergerissen. Die haben die Handwerker nun beseitigt. Und es ist nicht die einzige Baustelle, die die Kirchgemeinde und der Handwerksmeister auf dem Gelände im Auge haben.

Zunächst ging es tatsächlich nur erst einmal darum, die Schäden am Turmdach zu reparieren. „Da läuft sonst bei Regen das Wasser rein, das schadet dem Unterbau“, sagt Uwe Meschwitz. Doch weil der Kran am Mittwoch und Donnerstag schon einmal vor Ort war, schauten die Mitarbeiter sich bei dieser Gelegenheit gleich auch noch den Rest des Kirchendaches an. Und entdeckten am Dach des Kirchenschiffes weitere Schäden. Das nötigste haben die Handwerker dort gleich mit erledigt – weitere Arbeiten an dem Dach sind jedoch unumgänglich.

Doch der Blick des Dachdeckers richtet sich noch auf eine andere Baustelle – oder besser hinüber auf einen zweiten Turm, der im Schatten des Sakralbaus steht. Dabei handelt es sich um den Turm des Vorgängers der heutigen Kirche. Die wurde einst direkt neben der früheren Dorfkirche errichtet. Diese Kirche ließen die Leubener weitestgehend abreißen, entschieden sich aber, den alten Turm stehen zu lassen. Ein erhalten gebliebenes Zeugnis längst vergangener Zeiten, wurde die Kirche doch bereits 1512 errichtet.

In der Vergangenheit wurde das alte Turmgebäude unterschiedlich genutzt. Es diente als Außenstelle eines Museums, später betrieb erst die Gemeinde, dann die Stadt in dem Gebäude Jugendarbeit. Doch der Zahn der Zeit hat auch an dem alten, denkmalgeschützten Turm munter genagt. Das Gebälk ist marode, sagt Pfarrer Joachim Krönert, längst bestehe Handlungsbedarf. Und: Auch an dem kleinen Turm müssen einige akute Schäden am Dach dringend repariert werden, um einen weiteren Verfall abzuwenden.

Uwe Meschwitz hat sich auch davon bereits ein Bild gemacht – und will die Kirche in besonderer Weise unterstützen. Für die Arbeiten möchte er einen Mitarbeiter abstellen. Die Kirche muss damit nur einen Teil der Handwerkerkosten zahlen. Hinzu kommt noch das Material. Zwischen 3000 und 4000 Euro werden die Arbeiten insgesamt kosten, bis zu 1500 Euro deckt der Beitrag des Dachdeckerbetriebs von Uwe Meschwitz ab. Den Rest will die Gemeinde über Spenden einsammeln und hat einen Aufruf gestartet.

Spendenkonto der Kirchgemeinde (bitte unter Angabe des Verwendungszwecks, damit die Spenden der Kirchgemeinde zugeordnet werden können): Kassenverwaltung Dresden – KD Bank, IBAN: DE81 3506 0190 1667 2090 36, BIC: GENODED1DKD; Verwendungszweck: RT 905/Alter Turm DD-Leuben

Von Sebastian Kositz

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