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Lokales Dach der Margon-Arena bleibt vorerst undicht
Dresden Lokales Dach der Margon-Arena bleibt vorerst undicht
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07:53 19.06.2018
Die Margon-Arena an der Bodenbacher Straße. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Eigentlich sollte die Sanierung des Hallendaches der Margon-Arena in dieser Woche beginnen. Doch die Baumaßnahme an der Bodenbacher Straße verzögert sich, möglicherweise sogar bis hinein ins nächste Jahr. Darüber informierte die Stadtverwaltung am Montag.

Geplant war, das undichte Dach, durch das es immer wieder reinregnete, während der spielfreien Zeit der Bundesliga-Volleyballerinnen des Dresdner SC von Juni bis September zu flicken – bis vergangene Woche der Prüfstatiker die Notbremse zog. Er habe im Genehmigungsverfahren Probleme festgestellt, „die ihre Ursache auch beim Bau der Halle im Jahr 1997 haben“, heißt es. Offenbar sind diese Probleme zuvor in der Planungsphase übersehen worden. Eine DNN-Anfrage dazu ließ die Stadt unbeantwortet.

Im November 2017 hatte der Stadtrat die Dachsanierung beschlossen. Um die Sache zu beschleunigen, liefen parallel zu den Arbeiten an der Baugenehmigung auch die Ausschreibung und die Auftragsvergabe. „Die Baugenehmigung schien ein formaler Akt, da nur das vorhandene Dach instandgesetzt werden sollte“, heißt es in der Mitteilung. Vorgesehen war analog zum Bestand die Verwendung von langlebigem wie strapazierfähigem Titan-Zink, jedoch ohne die bisherige Dachverglasung. Davon erhoffte sich die Verwaltung eine geringere Bauzeit und niedrigere Kosten, die sich auf rund zwei Millionen Euro aus Mitteln des Eigenbetriebs Sportstätten belaufen sollten.

Noch vor einem Monat hatte die Stadt mitgeteilt, es lägen „keine Gründe vor, die am geplanten Zeitrahmen zweifeln lassen.“ Auch die Auftragnehmer – ein für Gerüst und Wetterschutzdach zuständiges Leipziger Unternehmen sowie die Dresdner Dachdeckerei Dittrich – standen in den Startlöchern. Die Baustelleneinrichtung steht, das Material ist bereits bestellt. Die Firmen rechneten bis Ende letzter Woche fest mit dem Baubeginn in diesen Tagen. Doch der ist jetzt in weite Ferne gerückt. Nun müsse erst mal geklärt werden, wie weiter vorgegangen wird. Gegebenenfalls könne die Sanierung deshalb erst 2019 starten. Denn vor der Baufreigabe ist eine Umplanung erforderlich, zumal nunmehr auch Brandschutzmaßnahmen notwendig seien. Für die DSC-Volleyballerinnen und weitere betroffene Sportler bedeutet dies, dass sie vorerst nicht die Sportstätte wechseln müssen. Zwar wären die Nebenhallen auch während der Bauphase nutzbar gewesen, die Haupthalle jedoch nicht.

Aufgeschoben ist jedoch nicht aufgehoben, weiß DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann. Sie hatte „massive Einschränkungen im Trainingsbetrieb für die Saisonvorbereitung“ befürchtet und arbeitete deshalb mit dem Sportstättenbetrieb an Ausweichvarianten, die vor allem in der neuen Vier-Felder-Sporthalle des Gymnasiums Tolkewitz gewesen wären. Prinzipiell sei die Margon-Arena weiter bespielbar, aber Jörg Dittrich, Geschäftsführer des Dachdeckerunternehmens und zugleich Abteilungschef der DSC-Volleyballer, weiß auch: „Wenn es weiter reinregnet, besteht die Gefahr, dass Spiele ausfallen.“

Von Stefan Schramm

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