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Lokales DVB wollen Steinbacher Straße in Dresden für moderne Bahnen ausbauen
Dresden Lokales DVB wollen Steinbacher Straße in Dresden für moderne Bahnen ausbauen
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11:00 08.09.2017
Blick vom Hebbelplatz aus in die Steinbacher Straße, auf der die Gleise verlegt werden sollen. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Ab 2021 sollen in Dresden neue Stadtbahnwagen rollen. Der größere Gleisabstand, der dafür notwendig ist, soll demnächst auf der Steinbacher Straße geschaffen werden. „Damit ist dann der letzte Abschnitt der sogenannten Pilotlinie 2 auf die neue Größe umgebaut“, erklärte DVB-Sprecher Falk Lösch auf Anfrage.

Doch noch ist es nicht so weit. Die DVB stecken derzeit in den Vorbereitungen, Bau- und Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain informiert jetzt in einer Vorlage die Stadträte über das Bauprojekt und losgehen soll es laut den Verkehrsbetrieben 2019.

In Dresden steigen die Fahrgastzahlen kontinuierlich. 2007 waren es 142 Millionen, 2015 wurden bereits 153,4 Millionen Nutzer in Bussen und Bahnen gezählt. Für dieses Jahr rechnen die DVB mit 160 Millionen Fahrgästen. Da vielfach schon mit einem Zehn-Minuten-Takt gefahren wird und die Möglichkeiten für den Einsatz längerer Züge begrenzt sind, soll mehr Breite für mehr Platz in den Bahnen sorgen. Dafür haben die Verkehrsbetriebe den Bau von neuen Stadtbahnwagen ausgeschrieben, die möglichst ab 2021 auf Dresdner Gleisen rollen sollen – zunächst auf besonders ausgelasteten Linien.

Mit den Bauplänen für die Steinbacher Straße schließen die Verkehrsbetriebe den Umbau der Linie 2 auf den neuen Gleisabstand ab. Die „2“ war vom Bund ab Anfang der 1990er Jahre als Pilotlinie gefördert worden, um die Möglichkeiten einer modernen Stadtbahn zu demonstrieren und unter anderem Barrierefreiheit zu schaffen. Damals verkehrte die Linie noch zwischen Gorbitz und Prohlis, heute fährt die „2“ nach Kleinzschachwitz, Prohlis wird von der „1“ bedient. Beim jetzt geplanten Ausbau der Steinbacher Straße will die DVB die Gleise in Richtung Norden verschieben und dabei den sogenannten Gleisachsabstand auf drei Meter erhöhen. Dadurch fallen zwischen Zöllmener Straße und Hebbelplatz die Parkmöglichkeiten weg. „Wir werden aber in der Nähe Ersatz schaffen“, erklärt DVB-Sprecher Lösch. Gegenwärtig gebe es 46 Parkflächen, nach dem Umbau sollen es in dem Umfeld 49 sein. So entstehen auf der Südseite der Steinbacher Straße zusätzliche Abstellplätze, weil unter anderem stadtwärts am Hebbelplatz der besondere Bahnkörper einseitig aufgegeben wird. Das geschieht beidseitig auch zwischen Zöllmener Straße und Chamissostraße, wodurch dort beidseitig neue Parkmöglichkeiten geschaffen werden.

Grundsätzlich sollen sich die Bauarbeiten innerhalb der jetzigen Fahrbahnbreite bewegen. Fahrleitungsmasten müssten nicht versetzt werden. 2,25 Millionen Euro wollen die Verkehrsbetriebe nach dem jetzigen Planungsstand in das Projekt stecken. Kosten für die Anpassung von Medien und Fahrleitungsanlagen sind daran noch nicht enthalten. Für die Sanierung der Brücke über den Weidigtbach sind schätzungsweise 230 000 Euro notwendig, die von der Stadt kommen. Das Bauwerk ist nicht mehr dauerhaft belastbar, es hat Schäden an der Konstruktion sowie an der Fahrbahn. „Bis 2021 wollen wir mit der 3 und der 7 dann noch zwei weitere Linien für die neuen Wagen fit machen“, beschreibt Sprecher Lösch die weiteren Pläne.

Von Ingolf Pleil

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