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Lokales DVB verlegen neue Gleiskreuzung auf dem Albertplatz
Dresden Lokales DVB verlegen neue Gleiskreuzung auf dem Albertplatz
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11:00 05.10.2018
DVB-Mitarbeiter haben die Schienenkonstruktion für den Albertplatz seit August im Betriebshof Reick konstruiert. Zum Transport ist auch Schwerlastverkehr nötig. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Ab Freitag haben Bauleute auf dem Albertplatz das Sagen. Die Dresdner Verkehrsbetriebe tauschen dort bis 21. Oktober eine zerschlissene Gleiskreuzung mit gewaltigen Ausmaßen für rund zwei Millionen Euro aus. Was für Autofahrer und die Fahrgäste der DVB in Bus und Bahn wegen der damit verbundenen Umleitungen ein Ärgernis ist, ist für die Verkehrsbetriebe schlicht Notwendigkeit.

Bahnen schleichen mit 10 Stundenkilometern

Im Frühjahr haben Fachleute bei einer Routinekontrolle einen „komplizierten Schienenbruch in der Tiefe“ entdeckt“, wie es DVB-Gleisbauchef Roland Ende beschreibt. Die Gleise auf dem Albertplatz tun ziemlich genau seit 17 Jahren ihren Dienst, sollten aufgrund der dort starken Belastung ohnehin ausgetauscht werden. „Dort fahren täglich die Straßenbahnen von fünf Linien drüber“, sagt Ende. 186 Millionen Menschen seien seit Einbau der Schienen am Albertplatz ein- oder ausgestiegen. „Wir haben dort zusammengerechnet 300 Megatonnen drüberrollen lassen – das sind unvorstellbare Zahlen“, sagt Ende. Deshalb plante man bei den DVB bereits den Schienenaustausch – allerdings erst fürs nächste Jahr.

Verkehrsknotenpunkt Albertplatz Quelle: Dietrich Flechtner

So lange Zeit ließ der Schaden im Untergrund jedoch nicht. Die Stelle sei nicht mehr lange befahrbar gewesen, sagt der Gleisbauchef. Seit der Schaden bekannt ist, schleichen die Straßenbahnen mit zehn Stundenkilometern über die Kreuzung, was eine veränderte Ampelschaltung zur Folge hat. Deshalb funktioniert an dieser Stelle auch das intelligente Ampelsystem nicht mehr, dass den Straßenbahnen der DVB an vielen Kreuzungen zwischen der Karl-Marx-Straße und dem Nürnberger Platz unnötige Stopps ersparen soll. „Eine halbe Minute verlieren die Bahnen dort an Zeit“, sagt Ende. Die DVB mussten handeln.

Wegen der verkehrlichen Bedeutung des Albertplatzes ließ sich eine Reparatur in den Sommerferien nicht mehr arrangieren. „Wir machen das jetzt in den Herbstferien, um die Beeinträchtigungen für den Individualverkehr so gering wie möglich zu halten“, sagt Ende. Wer es kann, sollte den Albertplatz jedoch bis Ende Oktober umfahren.

Gearbeitet wird bis 24 Uhr

Dort wird in den nächsten Tagen richtig geklotzt. Nicht nur wegen der gewaltigen Schienenteile, die DVB-Mitarbeiter seit August im Betriebshof Reick zusammengebaut haben. 13 Tonnen wiegt allein die Schienenkreuzung. „Das ist eine Menge Eisen“, sagt Ende. Die Weichen müssen teils mit nachts als Schwerlasttransport an Ort und Stelle gebracht werden. Dort werden sie dann gleich verbaut. „In einige Nächten wird deshalb bis 24 Uhr gearbeitet“, sagt der Gleisbauchef. Die Bewohner des am Albertplatz gelegenen Nudelturms habe man deswegen schon informiert. Man wolle die Belastung so gering wie möglich halten.

160 Schweißstöße müssen am Albertplatz gesetzt werden, bis alles fertig ist. Jeder von ihnen muss sitzen, damit am 21. Oktober die Bahnen wieder wie gewohnt rollen können. „Wir gehen nicht weit in die Tiefe, deshalb rechne ich nicht damit, dass es zu unerwünschten Überraschungen kommt“, sagt Ende über den dichten Zeitplan. Der muss unbedingt eingehalten werden. Denn schon am 22. Oktober sollen die Arbeiten auf dem Bischofsweg beginnen – einen gleichzeitiger Bau am Albertplatz brächte den Verkehrskollaps. „Hoffen wir, dass die neuen Gleise 20 Jahre halten“, sagt Ende.

Von Uwe Hofmann

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