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Lokales DVB-Werkstatt mutiert zum Wohngebäude
Dresden Lokales DVB-Werkstatt mutiert zum Wohngebäude
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05:00 04.11.2016
Ehemalige DVB-Werkstatt – von der Schlömilchstraße aus gesehen. Quelle: Peter Weckbrodt
Dresden

Nun erhält das große und verfallene ehemalige Werkstattgebäude der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) in der Schlömilchstraße /Ecke Kipsdorfer Straße in Tolkewitz doch noch eine Perspektive. Die Ventar Immobilien AG aus Böblingen will den gesamten Gebäudekomplex denkmalgerecht sanieren und darin insgesamt 45 Wohnungen schaffen.

Wer mit dem bisherigen Wirken der Böblinger in Dresden und in der Region leidlich vertraut ist weiß, dass das Objekt gute Chancen hat, in den nächsten zwei bis drei Jahren zu einem sehenswerten Wohnkomplex zu mutieren. „Wir haben mit dem Verkauf der Wohnungen in dieser Woche begonnen. Solvente Kaufinteressenten kennen wir ausreichend. Nach dem Verkauf der Wohnungen beginnen wir mit der Sanierung“, lässt Uwe Hermann, Der Aufsichtsratsvorsitzende der Ventar, DNN wissen. Bekannt ist auch, dass die denkmalgerechte Sanierung steuerliche Vorteile für den Käufer einbringt.

Visualisierung der sanierten ehemaligen DVB-Werkstatt an der Schlömilchstraße. Quelle: Ventar Immobilien AG

Über Jahre hinweg dümpelten in der Schlömilchstraße nicht nur das Werkstattgebäude, sondern insgesamt drei den Dresdner Verkehrsbetrieben DVB gehörende Gebäude vor sich hin. Sie schienen ohne jede Perspektive zu sein. Weil aber unter Denkmalschutz stehend, kam ein Abbruch auch nicht in Frage.

Die Ventar Immobilien AG kaufte alle drei Gebäude von der DVB (DNN berichteten). Sanierungsbeginn war an dem schönen, im Jugendstil um 1910 erbauten Eckgebäude zur Wehlener Straße, welches die DVB bis nach der Wende als Verwaltungsgebäude benutzt hatten. Es wies den mit Abstand besten baulichen Zustand von den drei Häusern auf. Im ehemaligen Volksbad Tolkewitz hatten sich hingegen bereits der Schwamm und der Verfall breitgemacht. Das hinderte einige Dresdner Maler nicht daran, aus seinem Dachgeschoss zeitweilig ein billiges Atelier zu machen.

So soll das künftige Wohnhaus von der Kipsdorfer/Ecke Schlömilchstraße aussehen. Quelle: Ventar Immobilien AG

Das jetzt zur Sanierung vorgesehene Werkstattgebäude entstand 1928 als klassisch modernes Gebäude im Komplex „Straßenbahnhof Dresden-Tolkewitz“. Es hatte zunächst nur zwei Stockwerke. In den 1930er Jahren erfolgten Anbauten, die Fassade wurde umfassend verändert, ebenso die Aufteilung im Gebäudeinneren. Das Haus erhielt ein Walmdach sowie runde Erker hin zur Kipsdorfer Straße und zur Schlömilchstraße.

In der Bombennacht des 13. Februar 1945 wurde es stark zerstört, 1950 begann der Wiederaufbau. Das Gebäude wurde aufgestockt, es erhielt einen Saalaufbau. Durch den Abbruch der Wagenhallen auf der Westseite und der Anbauten auf der Nordseite steht das Objekt jetzt solitär da.

Von Peter Weckbrodt

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