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Lokales DNN-Barometer: Welche Prioritäten die Dresdner im Haushalt setzen
Dresden Lokales DNN-Barometer: Welche Prioritäten die Dresdner im Haushalt setzen
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07:41 24.07.2018
104. DNN-Barometer, Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden, 502 Befragte, Juni/Juli 2018 Quelle: Archiv/Grafik: Eylert
Dresden

Die Sanierung von Schulen ist für die Mehrzahl der Dresdner das wichtigste städtische Investitionsvorhaben. Das ist das Ergebnis des 104. DNN-Barometers, für das das Institut für Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität Dresden 497 repräsentativ ausgewählte Dresdner befragt hat. 73 Prozent der Befragten halten die Sanierung von Schulen für sehr wichtig und 25 Prozent für wichtig. Damit liegt die Thematik deutlich vor dem Bau von Kindertagesstätten, den 62 Prozent als sehr wichtig und 34 Prozent als wichtig einschätzen.

Radwegausbau werden wichtiger

Sowohl Schulsanierung als auch Kita-Bau befinden sich auf einem historischen Höchstwert: 2015 waren die Schulen 58 Prozent sehr wichtig, 2013 51 Prozent und 2012 60 Prozent. Bei den Kitas lagen der Wert 2015 bei 50 Prozent, zwei Jahre früher bei 42 Prozent und 2012 bei 61 Prozent.

Als neues Thema sind „Investitionen in das städtische Klinikum“ in das Blickfeld der Dresdner gerückt: 54 Prozent halten es für sehr wichtig, dass die Stadt die Krankenhäuser in Friedrichstadt und Neustadt unterstützt, 42 Prozent sehen darin eine wichtige Aufgabe. Mit steigenden Mietpreisen rückt auch der soziale Wohnungsbau in den Fokus: 46 Prozent sehen darin eine sehr wichtige Investition und 35 Prozent eine wichtige Investition. Im November 2012 fanden nur 18 Prozent den sozialen Wohnungsbau als sehr wichtig, 2013 waren es schon 26 Prozent und 2015 30 Prozent.

Auch der Ausbau von Radwegen wird von immer mehr Dresdnern als Priorität angesehen. 36 Prozent ist das Thema sehr wichtig und 39 Prozent wichtig, 2015 war es nur 23 Prozent sehr wichtig und 2013 nur 22 Prozent. Zum Vergleich: Die Ausbesserung der Straßen halten aktuell 38 Prozent für sehr wichtig und 44 Prozent für wichtig. Die Radwege sind im Kommen.

Das gilt für „Luxus-Vorhaben“ wie das Sachsenbad und den Fernsehturm eher nicht. Nur 16 Prozent finden, dass die Sanierung des Sachsenbades eine sehr wichtige Aufgabe ist und 28 Prozent halten diese für wichtig, während 46 Prozent mit weniger wichtig und zehn Prozent mit überhaupt nicht wichtig den Daumen senken. Die Wiedereröffnung des Fernsehturms schneidet da mit 18 Prozent sehr wichtig und 22 Prozent wichtig besser ab, aber 41 Prozent meinen weniger wichtig und 17 Prozent überhaupt nicht wichtig.

Vertrauen in den Stadtrat steigt leicht

Rücklagen für schlechte Zeiten würden 71 Prozent anlegen (24 Prozent sehr wichtig / 47 Prozent wichtig), 74 Prozent sehen im Ausbau des Breitensportangebotes eine Priorität (25 Prozent sehr wichtig / 49 Prozent wichtig) und 83 Prozent sind für den Ausbau der Spitzenforschung (33 Prozent sehr wichtig / 50 Prozent wichtig).

Die Dresdner haben ein Stück weit Vertrauen in den Stadtrat zurückgewonnen. 25 Prozent haben großes Vertrauen, dass das Parlament seine Arbeit gut macht. 2017 waren es nur 20 Prozent, im Februar 2016 21 Prozent und im April 2014 22 Prozent. 40 Prozent haben nicht so großes Vertrauen in die Qualität der Arbeit des Stadtrates, 18 Prozent nur wenig Vertrauen und ein Prozent gar kein Vertrauen.

Seit 2014 ist Rot-Grün-Rot an der Macht, aber repräsentiert diese neue Mehrheit auch die politische Stimmung in der Bevölkerung besser als die alte bürgerliche Mehrheit? Ja meinen 29 Prozent der Befragten, nein dagegen 52 Prozent. Weiß nicht/egal kreuzten 19 Prozent an.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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