Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales DNN-Barometer: Dresdner fühlen sich wohl in ihrer Stadt aber wollen mehr Grün
Dresden Lokales DNN-Barometer: Dresdner fühlen sich wohl in ihrer Stadt aber wollen mehr Grün
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:31 09.09.2015

Von Ralf Redemund

Im Auftrag der DNN hat das Institut für Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität (TU) Dresden wieder fast 500 Bürger repräsentativ ausgewählt und telefonisch befragt. Mit einem überwältigenden Ergebnis: 96 Prozent der Befragten fühlen sich an ihrem Wohnort Dresden "Eher wohl" oder "Sehr wohl". Das dürfte Dresdens Stadtspitze und die Parteien freuen und vielleicht für mehr Gelassenheit beim Umgang mit dem Aufstellen des nächsten Doppelhaushaltes sorgen.

Eine verschwindend kleine Minderheit von lediglich drei Prozent der Einwohner fühlt sich in Dresden "Eher nicht wohl", gar nur ein Prozent antwortete "Gar nicht wohl". Zum Glück machen die Dresdner ihr Wohlgefühl aber nicht vom mangelnden Grün in der Dresdner Innenstadt abhängig. Dann würde die Umfrage wohl anders aussehen. Indiz dafür ist die Frage danach, ob Dresdens City in den vergangenen drei Jahren grüner geworden ist, ob viele neue Bäume und Grünanlagen gepflanzt wurden. Mehr als jeder zweite Befragte hat darauf eine klare Antwort: "Nein!" Im Umkehrschluss heißt das, dass es hier für Planer und Politiker noch viel zu tun gibt.

Dabei rauschte erst 2009 eine kleine Protestwelle durch die Stadt, hagelte es monatelang verbale Schelte für die trostlosen, grauen steinernen Plätze im Dresdner Zentrum. Möglicher Auslöser der damaligen Unmutswelle war das Blümchen-Protest-Klo. Ein Scherzkeks hatte am 1. April auf dem Postplatz eine Klo-Schüssel mit Stiefmütterchen und ein Schild installiert, auf dem draufstand: "Scheiße gebaut, Stadt versaut."

Hernach entdeckten Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) und die Parteien ihre Liebe für das Grün und hatten eine Abneigung gegen die Steinwüsten. OB Orosz machte gar aus dem damaligen Konjunkturpaket 50 000 Euro locker, ließ für drei Jahre sechs Pflanzbeete auf dem Postplatz aufstellen, auf rund 500 Quadratmetern gab es Stauden, Gräser, Gehölze, Tulpen, Lilien und Dahlien.

Mehr noch: Die Stadt stellte auch an der Westseite vom Altmarkt Pflanzkübel mit Oleander auf, und der Neumarkt erhielt erste Bäume. Doch diese Aktivitäten hinterließen im öffentlichen Bewusstsein der Dresdner offensichtlich nur bei einer Minderheit Spuren. Aber immerhin noch ein Drittel der Befragten ist im aktuellen DNN-Barometer der Ansicht, dass Dresden in der Innenstadt grüner geworden ist. Bleibt als Fazit festzuhalten, dass sich die Dresdner in ihrer Mehrheit ohne Zweifel mehr Grün ins Grau der Innenstadt wünschen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.11.2012

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Diskussion um die Striezelmarkt-Fichte auf dem Dresdner Altmarkt hält an. Auch wenige Tage vor Beginn des weltberühmten Weihnachtsmarktes wollen sich einige Dresdner nicht damit abfinden, dass die Fichte in diesem Jahr weniger majestätisch aussieht als erhofft.

09.09.2015

Anfang November hat der Deutsche Bundestag die Einführung des Betreuungsgeldes ab 1. August 2013 beschlossen. Die Wellen der Empörung schlugen hoch. „Wir haben in Dresden ein massives Problem, alle Kindern mit einem Kitaplatz zu versorgen und deshalb sehen wir das Betreuungsgeld als völlig falsch investiert an“, ärgert sich Richard Kaniewski, sozialpolitische Sprecher der Dresdner SPD.

Julia Vollmer 09.09.2015

Der Kölner Bildhauer und Schöpfer der Stolpersteine, Gunter Demnig, ist am Sonntag mit dem Erich-Kästner-Preis des Presseclubs Dresden geehrt worden. Demnig habe mit seiner Erinnerungsarbeit für die Opfer der Nazi-Diktatur viel für das Verständnis zwischen Israelis und Deutschen getan, würdigte der frühere israelische Botschafter in Deutschland, Avi Primor, den Künstler in der Festrede.

Deutsche Presse-Agentur dpa 09.09.2015