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Lokales D-Mark-Ansturm auf schließende Bundesbank-Filiale in Dresden
Dresden Lokales D-Mark-Ansturm auf schließende Bundesbank-Filiale in Dresden
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23:35 09.09.2015
D-Mark-Ansturm auf schließende Bundesbank-Filiale in Dresden: Eine Kundin zeigt ihre letzten D-Mark. Quelle: Dominik Brüggemann

Insgesamt 44 Mitarbeiter müssen nach Leipzig und Chemnitz wechseln, wie Leiter Frank Donner, im Gespräch vor Ort ankündigte. Während er sich um die letzten Amtsgeschäfte kümmert, stehen seit Tagen Dutzende Dresdner Schlange vor der Bank an der St. Petersburger. „Der Umtausch ist künftig weiterhin möglich, aber nur noch in Leipzig und Chemnitz oder per Post“, betonte Donner.  

120.000 D-Mark in zwei Tagen

Allein am Mittwoch und am Donnerstag kamen insgesamt rund 450 Kunden zur Dresdner Bundesbank-Filiale, berichtet Stefan Kübert, der In der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank für Sachsen und Thüringen in Leipzig unter anderem Pressefragen beantwortet. Rund 120.000 D-Mark hätten diese Kunden umgetauscht, so Kübert.  

„Die meisten tauschen kleinere Geldsummen“, bestätigt Donner, der keine Höchstsummen nennen möchte. Durchschnittlich brachten sie somit an den zwei Tagen rund 266 Deutsche Mark mit, die weiterhin zum bestehenden Euro-Kurs von 0,51129 eingetauscht werden. Von mindestens einem kuriosen Fall berichtet Donner trotzdem. „Mindestens ein Kunde hat tatsächlich einen Pfennig umgetauscht und die Aufrundung ausgenutzt“, berichtet er von dem Kleinsttausch, der dank Nachkommastelle einen kleinen Mehrwert bringt. 

In der Bank selbst sind die Mitarbeiter kaum auf diesen Ansturm vorbereitet. „Wir sind einfach örtlich eingeschränkt“, so Donner, der auf den kleinen Kundenbereich verweist. Entsprechend muss ein Sicherheitsmitarbeiter für Ordnung sorgen und die Wartenden geduldig von Tür zu Tür leiten. Draußen vor dem Gebäude warteten zusätzlich Dutzende Kunden.  

Frau Rost aus Coswig stand über eine Stunde an, bevor sie ihre alten D-Mark-Scheine einzahlen kann. „Das sind alles Funde und kleine Restbestände. Weil wir von der Schließung gelesen haben, nutzen wir jetzt die Chance zum Umtausch in Dresden.“ Letzte Gelegenheit dafür ist nun am Montag, da am Dienstag der Service geschlossen bleibt. Danach können DM-Münzen und -Scheine in Sachsen nur noch in den Bundesbank-Filialen in Chemnitz und Leipzig umgetauscht werden.  

Das Gebäude an der Ecke St. Petersburger Straße/Akademiestraße soll verkauft werden. Diese Aufgabe übernimmt die Abteilung für das zentrale Immobilienmanagement der Bundesbank in Frankfurt am Main. "Nach der Schließung wird intensiv nach einem Käufer gesucht", sagte Stefan Kübert. Ob es schon jetzt potenzielle Interessenten gibt, konnte er nicht sagen. Potenzielle Käufer müssten sich ohnehin bis nach der Schließung gedulden. "Die Innenbereiche kann noch niemand sehen, da ist ja noch die gesamte Sicherheitstechnik eingebaut", so Kübert. Ein Blick in die Etagen oberhalb des Kundenbereichs zeigt bereits größtenteils leere Büros. Vor einem Aktenvernichter liegen letzte Papierfetzen.

Dominik Brüggemann und Christoph Springer

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