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Lokales Commerzbank eröffnet Flagship-Filiale am Altmarkt
Dresden Lokales Commerzbank eröffnet Flagship-Filiale am Altmarkt
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17:28 13.11.2017
Kaffee zum Konto – jetzt ist es soweit: die Commerzbank hat am Altmarkt in Dresden ihre erste sächsische Flagship-Filiale eröffnet. Quelle: ANJA SCHNEIDER
Dresden

Die Commerzbank lässt bitten: Am Montag hat die teilstaatliche Bank ihre erste sächsische Flagship-Filiale am Dresdner Altmarkt eröffnet. Die einzige „Dresdner-Bank-Flagship-Filiale“ weltweit wohlgemerkt, denn die Marke der 2009 übernommenen Dresdner Bank soll sichtbar weiterleben. Auf 660 Quadratmetern erstreckt sich nun in Wurfweite zur Kreuzkirche ein knapp 600 000 Euro teures Wohlfühlambiente. „Wir investieren in unsere Filialen, weil sich 90 Prozent unserer Kunden auch im digitalen Zeitalter persönliche Beratung wünschen“, erklärt Jenny Friese, Bereichsvorstand der Bank, den teuren Umbau und fügt an: „Zwei von drei neuen Kunden gewinnen wir durch die persönliche Betreuung vor Ort“.

Eine Strategie mit Fragezeichen in einer Zeit, in der andere Banken genau das Gegenteil tun: Sie fusionieren, dünnen das Filialnetz aus, senken die Kosten. Doch die Commerzbank-Manager sehen in ihrem Vorgehen die einzige Chance, Wachstum zu generieren. Während die Prozesse im Hintergrund bald zu 80 Prozent automatisiert ablaufen sollen, bleibe bei der Beratung der Kontakt zwischen realen Menschen, also Kunden und Bankberatern, unerlässlich. Die bundesweit 1000 Filialen werden jetzt auf den neuesten Stand gebracht.

In Dresden ist deshalb nun die achte von 100 geplanten Flagship-Filialen am Start, Leipzig wird in zwei Wochen Nummer neun sein. „Wir sind keine Geisterfahrer“, sagt Managerin Friese, und bislang geben die Zahlen der Bank durchaus Recht. Allein in den vergangenen zwölf Monaten habe man bundesweit 587 000 neue Kunden gewonnen – „netto!“ – so Friese und gibt als Zielmarke bis 2020 zwei Millionen neue Kunden aus. In Dresden lag der Nettokundenzuwachs bei 3370.

Zum Beleg, dass die Commerzbänker sich mit ihrer Strategie auf dem richtigen Weg sehen, führen sie zudem an, dass die neu gewonnenen Kunden jünger sind als Stammkunden und offener für den digitalen Zahlungsverkehr. „Schon nach 18 Monaten in der Betreuung erweisen sie sich als profitabel“, resümiert Friese.

Allerdings geht die Commerzbank nicht nach dem Gießkannenprinzip vor. Susanne Fleckenstein, Leiterin Filialmanagement, schaut sich mit ihren 20 Mitarbeitern sehr genau an, an welchen Standorten eine kostenintensive Rundumbetreuung im Flagship-Ambiente Sinn macht und wo eine City-Filiale mit dem Grundsortiment an Beratung ausreicht. Bis 2018, verrät sie, werden bundesweit zehn neue Cityfilialen entstehen, wo, sei noch offen. Wahrscheinlich seien boomende Viertel in Großstädten, wo die Commerzbank bislang nicht vertreten ist. Für das „Wie“ im Flaggschiff hat sich Fleckenstein Banken weltweit angeschaut und war sehr angetan von englischen und irischen Geldhäusern. „Es geht darum, den Kunden wahrzunehmen, den Betrieb zu entzerren, Diskretion zu gewährleiten und auch die Öffnungszeiten so gut wie möglich auf die Klienten zuzuschneiden.

Auch deshalb hat die Altmarkt-Filiale nun nicht nur wie bisher 39 Stunden pro Woche geöffnet, sondern 45 Stunden. Dazu, so der Dresdner Niederlassungsleiter Joachim Hecker, habe man hier mehr Personal zusammengezogen, 65 Mitarbeiter bieten jetzt im Erdgeschoss und im sechsten Stock Bankdienstleistungen an. Mit Blick auf die Erfahrungen anderer Flagship-Filialen, wo sich der Besucherzuspruch verdoppelt hat, hofft auch Hecker auf jede Menge Neugeschäft. „Der Kunde soll sich wohlfühlen, länger bei uns aufhalten und dank öffentlichem Wlan Infoangebote nutzen“, erklärt er das Konzept von der Begrüßung übers Platzieren bis zur Beratung.

Das politische Interesse an der Flagship-Weihe war erstaunlich groß – Dresdens OB Dirk Hilbert (FDP) lobte das Standort-Engagement der Commerzbank in Dresden ebenso wie Staatskanzleichef Fritz Jaeckel (CDU).

Von Barbara Stock

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