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City Tree – Dresdner Start-up will Bergstraße von dicker Luft befreien

Wissenschaftsausstellung City Tree – Dresdner Start-up will Bergstraße von dicker Luft befreien

Mit ihrem Start-up Green City Solutions haben vier Dresdner Firmengründer dem Feinstaub in Großstädten den Kampf angesagt. Ihr „City Tree“ – ein Luftfilter aus Moosen kann nach ihren Berechnungen soviel Schadstoffe aus der Luft filtern wie 275 Straßenbäume. Weltweit beachtet, ist die Erfindung in Dresden nun wenigstens Exponat der Wissenschaftsausstellung.

Vier Dresdner Firmengründer, die sich den Kampf gegen dem Feinstaub auf die Fahnen geschrieben haben, meinen, das Problem lösen zu können. Sie stoßen mit ihrer Erfindung, dem „City Tree“ inzwischen weltweit auf Interesse.

Quelle: Holger Grigutsch

Dresden. Noch hat Dresden keine Umweltzone, aber vor allem auf der viel befahrenen Bergstraße liegen die Schadstoffwerte fast permanent über den Grenzwerten. Vier Dresdner Firmengründer, die sich den Kampf gegen dem Feinstaub auf die Fahnen geschrieben haben, meinen, das Problem lösen zu können. Sie stoßen mit ihrer Erfindung, dem „City Tree“ inzwischen weltweit auf Interesse. (DNN berichteten).

Der biologische Luftfilter aus Moosen kann so viele Schadstoffe aus der Luft filtern wie 275 Straßenbäume, haben seine Erfinder errechnet und im Labor getestet. Den Praxisbeweis durch einen großen Feldversuch sind sie bislang noch schuldig geblieben. Das liege auch an schwerfälligen Genehmigungsverfahren, sagt Peter Sänger. Der Gartenbauingenieur gehört zu Gründern von „Green City Solutions“ (GCS). Zurzeit baut er auf dem Dresdner Neumarkt vor der Frauenkirche acht „City Trees“ auf – Exponate der Wissenschaftsausstellung, die dort am Sonnabend öffnet. Bis zum 3. Oktober sollen sie den Dresdnern und ihren Gästen die Erfindung ins Bewusstsein rücken.

Dass die modernen Luftreiniger danach dort stehen bleiben dürfen, ist wegen des Denkmalschutzes utopisch. Auf die Frage, ob sie zum Beispiel für ein Pilotprojekt an der Bergstraße zum Einsatz kommen könnten, zuckt Peter Sänger mit den Schultern. Das sei noch nicht klar. „Dabei haben wir sie doch seinerzeit genau für die Situation an der Bergstraße konzipiert.“, fügt er hinzu.

Wahrscheinlich würden acht „City Trees“ für die stark befahrene Straße an der Uni auch nicht reichen, obwohl sie nicht nur Feinstaub, sondern auch Stickoxide und weitere Schadstoffe absorbieren können. Der Stadt Leipzig haben die Dresdner einen Vorschlag unterbreitet, wie sie mit 200 Stück ihr Feinstaubproblem nachhaltig lösen könnte.

Trotzdem wäre nach Ansicht von GCS Dresden für ein Pilotprojekt prädestiniert. Denn die neueste Entwicklung „Aircare“ soll mihilfe von Messwerten der „City Trees“ die Verschmutzung des Straßenverkehrs auf einer Karte visualisieren.

Inzwischen gibt es auch drei „City Trees“ in Paris. Zwei stehen auf dem Place da la Nation, der dritte noch auf der Messe „Vivatech“, die gestern in der französichen Hauptstadt eröffnet wurde. Bis März 2017 werden sie im Rahmen eines Projektes mit dem Internet-Konzern Cisco für die Idee aus Dresden werben.

Von Holger Grigutsch

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