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Christian Lindner will Chancengleichheit und einen „Schiedsrichter“

FDP-Spitzenkandidat in Dresden Christian Lindner will Chancengleichheit und einen „Schiedsrichter“

Angriffslustig und zuversichtlich präsentierte sich FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner am Sonntagmittag bei einer groß angelegten Wahlkampfveranstaltung seiner Partei auf dem Messegelände. Im Beisein seiner Parteikollegen versuchte Lindner im sehr gut gefüllten Erlwein Capitol Parteifreunde und Politikinteressierte vom Programm der Liberalen zu überzeugen.

Christian Lindner bei der Wahlkampfveranstaltung der FDP in Dresden.
 

Quelle: Sebastian Burkhardt

Dresden.  Angriffslustig und zuversichtlich präsentierte sich FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner am Sonntagmittag bei einer groß angelegten Wahlkampfveranstaltung seiner Partei auf dem Messegelände. Im Beisein seiner Parteikollegen rund um Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Landeschef Holger Zastrow und Direktkandidat für Dresden Torsten Herbst versuchte Lindner im sehr gut gefüllten Erlwein Capitol einige Hundert Parteifreunde und Politikinteressierte vom Programm der Liberalen zu überzeugen. Man sei wieder bereit für den Bundestag und wolle drittstärkste Kraft werden, so der Spitzenkandidat.

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FDP-Wahlveranstaltung mit Spitzenkandidat

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Zunächst ergriff aber der langjährige Landtagsabgeordnete Herbst das Wort. Er sehe die Kernprobleme in den Bereichen Bildung, Demographie und Digitalisierung und warf der Bundesregierung vor, sich in diesen Bereichen zu wenig zu bewegen. Beim Thema Einwanderung sprang Herbst seinem Spitzenkandidaten zur Seite und stärkte dessen Position. Die FDP fordere lediglich das, was im Gesetz festgeschrieben sei, so der Dresdner Direktkandidat. Lindner hatte in der vergangenen Woche für Kontroversen gesorgt, als er die konsequente Rückführung von nicht mehr schutzbedürftigen Asylbewerbern ohne Bleiberecht forderte.

Auch Christian Lindner kritisierte zunächst die Arbeit der Bundesregierung, die sich auf dem Erreichten ausruhe und nicht gerüstet für die Probleme der Zukunft sei. Zudem sprach Lindner den Hype um seine Person und die „etwas anderen“ Wahlplakate der FDP an, die zuletzt zu häufig Thema in den Medien gewesen seien. Man solle sich Inhalte kümmern und nicht um Designs und Fotografien.

Inhaltlich wolle sich Lindner vor allem um Bildung, Gerechtigkeit und den aus seiner Sicht vernachlässigten Mittelstand kümmern. So würden lediglich Manager und Flüchtlinge die Politik der vergangenen Jahre und den aktuellen Wahlkampf dominieren. Es sei wieder an der Zeit, Politik für die Millionen Menschen „dazwischen“ zu machen, so Lindner. Auch differenzierte er sich von den Gerechtigkeitsdefinitionen anderer Parteien. So nütze es nichts, wenn man Besitz umverteile, man müsse jedem Menschen vom Kindergarten an Chancengleichheit und ein intaktes Bildungssystem anbieten können.

Vor allem Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir als Spitzenduo der Grünen waren immer wieder das Ziel einen angriffslustigen Lindners. So solle man „Rot oder Grün“ wählen, wenn man in einem „sozialen Zuchthaus mit grüner Hausordnung“ leben wolle. Die FDP selbst stehe dagegen für ihre grundlegenden Ansichten ein, nämlich einen Staat, der lediglich als „Schiedsrichter und Partner“ auftrete, der Menschen in schwierigen Situationen beistehe aber sich sonst in Bevormundung und Regulierung zurückhalte.

Zudem wolle die FDP einen Freibetrag bei der Grunderwerbssteuer einführen und generell den Mittelstand mehr beim Erwerb von Wohneigentum unterstützen. Auch ein flexibles Rentensystem je nach Beruf und Lebensweg sowie eine Grundsicherung im Alter seien zentrale Anliegen der FDP. Beim Thema Einwanderung beharrte Lindner auf seinen Aussagen von vergangener Woche. „Es kann nicht sei, dass man sich in Deutschland – und vor allem auch in Teilen Dresdens – nicht mehr trauen darf, auszusprechen, was in den Gesetzen steht“, so der FDP-Spitzenkandidat. Für die FDP sei es darüber hinaus kein Problem, wie beispielsweise von den Grünen in einen Topf mit der AfD geworfen zu werden. „Die FDP hat in den vergangenen Jahrzehnten die Ausrichtung ihres moralischen Kompasses gezeigt. So etwas perlt an uns ab“, so Lindner. Für die Grünen sei es wieder wiederum problematisch, so einen Vergleich anzustellen. Damit verharmlose man die völkischen und nationalen Auffassung der AfD.

Ohne Zwischenrufe und Störungen, aber auch ohne Dialog mit dem Publikum beendete Lindner nach gut einer Stunde seinen Auftritt unter dem Applaus seiner Anhänger

Von Sebastian Burkhardt

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