Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Chemie-Nobelpreisträger hält Vortrag
Dresden Lokales Chemie-Nobelpreisträger hält Vortrag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:14 09.05.2017
Prof. Paul Modrich
Anzeige
Dresden

Seine Kollegen bezeichnen ihn als Anwalt der Grundlagenforschung: Paul Modrich. Der 70-jährige US-amerikanische Biochemiker wird am Dienstag, 16. Mai, in einem öffentlichen Vortrag an der Technischen Universität Dresden über seine jahrzehntelange Erforschung des körpereigenen Reparatursystems der Zelle berichten. Mit seinen grundlegenden Arbeiten auf molekularer Ebene lieferte er einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung neuer Krebstherapien und wurde dafür 2015 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet.

Bereits 1989 dekodierte Modrich das sogenannte mismatch repair system (MMR) – zu Deutsch: Fehlpaarungs-Reparatursystem. Dies ist ein zelleigener Mechanismus, der bei der DNA-Verdoppelung entstandene Basenfehlpaarungen identifiziert und korrigiert.

Eine Fehlfunktion des MMR ist die häufigste Ursache für erblich bedingten Darmkrebs und zu 30 Prozent entscheidend bei sporadischen Tumoren. Für diese Entdeckung erhielt Modrich, ebenso wie Thomas Lindahl und Aziz Sancar, den Nobelpreis.

Der Vortrag mit dem Titel „Mechanisms in DNA mismatch repair“ findet um 19 Uhr im Hörsaalzentrum statt. Um Anmeldung unter www.tu-dresden.de/mn/nobel wird gebeten.

Von gm

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Frankreich hat gewählt. Und auch wenn es die entschiedene Europa-Gegnerin Marine Le Pen es nicht geschafft hat, die Wahl für sich zu entscheiden, muss man sich die Frage stellen: Wohin steuert Europa? Denn auch der sozialliberal eingestellte neue Präsident Emmanuel Macron möchte einiges in der EU ändern

09.05.2017

Die Dresdner Hotel- und Tourismusbranche hat von der Kommunalpolitik eine sofortige Senkung der Beherbergungssteuer auf fünf Prozent des Übernachtungspreises gefordert. Die Stadt hatte im vergangenen Jahr 9,14 Millionen Euro von Übernachtungsgästen kassiert. Ursprünglich war geplant, 6 Millionen Euro Beherbergungssteuer pro Jahr einzunehmen.

09.05.2017

Kurz vor den Feiern zum Tag des Sieges gegen Nazi-Deutschland hat der russische Präsident Wladimir Putin seinen Ex-Vorgesetzten aus der Zeit als KGB-Spion in Dresden getroffen.

12.03.2018
Anzeige